Keine Verbindung

Dobermann

Die Apokalypse war erst der Anfang.

1997 · 103 min · Action
6.5 Mäßig
Action Krimi

High Noon auf den Straßen von Paris: Yann Lepentrenc alias "Dobermann" plant mit seiner Gang einen großen Coup. Mehrere Banken sollen nacheinander ausgeraubt werden. An seiner Seite: Freundin Nat, taube Spezialistin für Explosives, Moustique, auch auf dem Tennisplatz nie ohne Waffe, Pitbull, Kindskopf und Killermaschine und der Priester Lefèvre, mit Handgranaten unter der Soutane und einem frommen Spruch auf den Lippen. Ihr Gegenspieler: der Teufel mit Polizeimarke, Inspektor Christini...

Herkunftsland
🇫🇷 Frankreich
Jahr
1997

Wissenswertes & hinter den Kulissen

/
Entstehung

Der Film ist die erste Regiearbeit von Jan Kounen und basiert auf der Romanreihe „Le Dobermann“ von Joël Houssin, der auch das Drehbuch schrieb. Kounen stieß Mitte der 1990er Jahre auf die Buchserie und nahm Kontakt zu Houssin auf, um ihm eine Verfilmung vorzuschlagen.

Besetzung

Zur Zeit der Dreharbeiten waren Vincent Cassel und Monica Bellucci noch weitgehend unbekannt – Cassel war gerade erst durch „La Haine“ bekannt geworden, Bellucci hatte sich im Kino noch nicht etabliert. Tchéky Karyo war damals der einzige bereits etablierte Star der Besetzung.

Besetzung

Regisseur Jan Kounen hat einen Cameo-Auftritt als Mann im Sicherheitsschleuse der Bank, und sein befreundeter Regisseur Gaspar Noé spielt den Merguez-Verkäufer.

Dreh

Die Dreharbeiten begannen am 3. Juni 1996 und fanden unter anderem in Paris, am Canal de l’Ourcq, in einem ehemaligen CCIP-Gebäude in Pantin, in Nanterre sowie im Wald von Halatte und der Kirche von Montagny-Sainte-Félicité in der Oise statt.

Dreh

Der Lärm der gedrehten Actionszenen führte in der Rue du Théâtre im 15. Pariser Arrondissement zu einem Zwischenfall: Ein Mann schoss mit einer Luftdruckwaffe auf das Filmteam und verletzte zwei Personen.

Dreh

Bei der Sturmszene in der Diskothek spielten echte Mitglieder der französischen Eliteeinheit RAID die Polizisten hinter den Schutzschilden.

Anspielungen

In der Szene, in der Vincent Cassel mit Monica Bellucci in Gebärdensprache spricht, ist im Hintergrund der Schriftzug „Saïd baise la police“ zu sehen – eine Anspielung auf Mathieu Kassovitz’ Film „La Haine“ von 1995.

Anspielungen

Als Provokation gegenüber der Filmkritik benutzt die Figur Manu vor der Diskothek eine Seite der Zeitschrift „Cahiers du cinéma“ als Toilettenpapier. Zudem läuft im Fernseher der Villa kurz ein Ausschnitt aus Jan Kounens eigenem Kurzfilm „Gisèle Kérozène“ (1989).

Rezeption

Der Film wurde am 31. Juli 1999 von der deutschen Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien indiziert; die Streichung von der Liste erfolgte erst zum 10. Februar 2011, seit dem 15. April 2011 ist die ungeschnittene Fassung wieder im Handel erhältlich.

Rezeption

Der Film wurde beim Filmmarkt des 50. Festivals von Cannes den Fachleuten präsentiert und bereits für eine Million US-Dollar von Miramax für den US-Vertrieb über Dimension Films gekauft. In Frankreich verzeichnete er rund 800.000 Kinobesucher.

Wissenswertes

2011 wurde eine Fortsetzung unter dem Arbeitstitel „Dobermann 2: Arm Wrestle“ angekündigt, mit Vincent Cassel und Gerüchten um Nicolas Cage. Drehbuchautor Joël Houssin schrieb dazu ein Skript namens „Le Sang des flics ne sèche jamais“, das jedoch nie finanziert wurde und bis heute in der Schublade liegt.

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