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Tödliches Kommando - The Hurt Locker

You don't have to be a hero to do this job. But it helps.

2008 · 131 min · Drama
7.6 Mäßig
Drama Thriller Kriegsfilm

Als wäre der Job der Bombenexperten im Irak nicht schon gefährlich genug, müssen Sanborn und Eldridge, beides Soldaten einer kleinen Elite-Einheit, feststellen, dass ihr neuer Sergeant lebensgefährliche Alleingänge unternimmt und den Tod herauszufordern scheint. Wenn sie den Krieg überleben wollen, müssen sie ihn schnellstmöglich unter Kontrolle bringen.

Originaltitel
The Hurt Locker
Herkunftsland
🇺🇸 Vereinigte Staaten
Jahr
2008

Wissenswertes & hinter den Kulissen

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Entstehung

Der Film basiert auf den Erfahrungen des freiberuflichen Journalisten Mark Boal, der 2004 zwei Wochen lang bei einem amerikanischen Bombenentschärfungstrupp im Irak eingebettet war. Er entwickelte daraus zunächst einen Playboy-Artikel namens „The Man in the Bomb Suit“, den er 2005 Kathryn Bigelow als Filmidee vorschlug.

Entstehung

Das Drehbuch trug ursprünglich den Arbeitstitel „The Something Jacket“, bevor der endgültige Titel The Hurt Locker gewählt wurde.

Entstehung

Die meisten großen Studios lehnten das Drehbuch ab, weil Bigelows vorheriger Film K-19: The Widowmaker ein Kassenflop gewesen war und Irakkriegsfilme allgemein als unrentabel galten; letztlich gab Nicolas Chartier bei Voltage Pictures mit einem Budget von 30 Millionen Dollar grünes Licht.

Besetzung

Bigelow entschied sich bewusst für relativ unbekannte Schauspieler, da die fehlende Vertrautheit des Publikums mit ihnen die Spannung und Unvorhersehbarkeit der Geschichte verstärken sollte.

Besetzung

Jeremy Renner wurde für die Rolle des Staff Sergeant William James aufgrund seiner Darstellung in dem Film Dahmer über den Serienmörder Jeffrey Dahmer besetzt.

Besetzung

Für Nebenrollen wurden irakische Flüchtlinge mit Theaterhintergrund besetzt, darunter Suhail Dabbach, der den unschuldigen Mann spielt, dem am Ende des Films ein Sprengstoffgürtel angelegt wird.

Dreh

Der Film wurde in Jordanien nur wenige Kilometer von der irakischen Grenze entfernt gedreht, weil die Sicherheit im Irak selbst nicht gewährleistet werden konnte; die jordanische Hauptstadt Amman ähnelte laut CIA-Kontakten Boals stark Bagdad.

Dreh

Die jordanische Regierung unterstützte die Produktion großzügig, unter anderem mit vergünstigten Frachtraten und finanzieller Hilfe, nachdem ein Produktionsleiter in den ersten drei Wochen abgesprungen war; dadurch konnte Bigelow das Budget auf nur 15 Millionen Dollar senken.

Dreh

Die Dreharbeiten dauerten 44 Tage bei Durchschnittstemperaturen von 49 Grad Celsius; die Schauspieler wurden in Zelten mit Erdboden untergebracht und zum Method Acting ermutigt.

Dreh

Die US-Streitkräfte entzogen der Produktion die Drehgenehmigung für die echte Armeebasis Camp Arifjan in Kuwait, weil Militärangehörige glaubten, es würden nicht genehmigte Szenen gedreht; danach nutzte man Ausrüstung der jordanischen Armee.

Dreh

Jeremy Renner litt während der Dreharbeiten an einer Lebensmittelvergiftung und verlor innerhalb von drei Tagen etwa sieben Kilogramm; außerdem musste er einen 36 bis 45 Kilogramm schweren Sprengstoffanzug tragen und verletzte sich bei einem Sturz eine Treppe hinunter den Knöchel, was die Dreharbeiten für eine Woche verzögerte.

Dreh

Wegen Einfuhrbeschränkungen für militärische Requisiten verwendete der Spezialeffektkünstler Richard Stutsman chinesisches Feuerwerk als Schießpulver-Ersatz; einmal explodierte das Feuerwerk aufgrund der Hitze und Reibung direkt vor seinem Gesicht, doch er kehrte zwei Tage später zur Arbeit zurück.

Dreh

Laut Renner wurde während der Dreharbeiten tatsächlich auf das Team geschossen und es wurden Bretter mit Nägeln von Gebäuden geworfen, um die Authentizität der Kriegsatmosphäre zu erhöhen.

Effekte

Kathryn Bigelow setzte vier Super-16-mm-Kameras gleichzeitig ein, um mehrere Perspektiven parallel einzufangen und ein Gefühl völliger Immersion zu erzeugen; dabei entstanden fast 200 Stunden Filmmaterial.

Dreh

Da unentwickeltes Filmmaterial nicht durch Hochsicherheits-Flughäfen geschickt werden sollte, wurde es von einem Produktionsassistenten per Hand von Amman nach London transportiert und dort entwickelt, bevor die Muster zurück in den Nahen Osten geflogen wurden – ein Prozess, den Cutterin Chris Innis als „modernes Äquivalent zum Versand per Eselskarren“ bezeichnete.

Anspielungen

Cutterin Chris Innis verglich den Film mit einem Horrorfilm, bei dem man den Killer nicht sehen kann, und ließ sich dabei von Alfred Hitchcocks Prinzip inspirieren, das Publikum in ständiger Anspannung zu halten.

Rezeption

The Hurt Locker wurde der erste von einer Frau inszenierte Film, der den Oscar für den besten Film gewann; Kathryn Bigelow war zudem die erste Frau, die den Oscar für die beste Regie erhielt.

Rezeption

Trotz seines Erfolgs bei Kritikern und neun Oscar-Nominierungen (sechs Gewinne) ist der Film mit einem US-Einspielergebnis von nur 17 Millionen Dollar der kommerziell am schwächsten abschneidende Film, der je den Oscar für den besten Film gewonnen hat.

Rezeption

Produzent Nicolas Chartier schrieb kurz vor der Oscar-Verleihung 2010 eine E-Mail an Academy-Wähler, in der er sie aufforderte, statt für den „500-Millionen-Dollar-Film“ Avatar für The Hurt Locker zu stimmen; dies führte zu seinem Ausschluss von der Zeremonie – die erste derartige Sperre eines einzelnen Nominierten in der Academy-Geschichte.

Rezeption

Mehrere Irakkriegsveteranen und eingebettete Journalisten kritisierten den Film als unrealistisch, etwa wegen fehlender Funkkommunikation, falscher Uniformen und eines Teamleiters, der eigenständig ohne Kommunikationsgerät operiert, was in der Realität so nicht vorkomme.

Kultzitate

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War is a drug.

William James Reflexion über das Wesen des Krieges und der Sucht nach Gefahr.

There's enough bang in there to blow us all to Jesus. If I'm gonna die, I want to die comfortable.

William James Er spricht über die Bomben, mit denen er arbeitet.

You don't have to be a hero to do this job. But it helps.

Tagline Über den Beruf des Bombenentschärfers.

This box is full of stuff that almost killed me.

William James Er spricht über seinen gefährlichen Job.

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