Keine Verbindung

Séraphine

2008 · 125 min · Historie
6.8 Nische
Historie Drama

Biografischer Spielfilm über die französische Malerin Séraphine Louis (1864-1942), eine bedeutende Vertreterin der "Naiven Malerei". Der bewegende Film skizziert das Schicksal der aus einfachen Verhältnissen stammenden Künstlerin und unscheinbare Autodidaktin, deren Talent erst 1912 vom deutschen Kunstsammler Wilhelm Uhde entdeckt und gefördert wurde, bei dem sie als Putzfrau arbeitete.

Herkunftsland
🇫🇷 Frankreich
Jahr
2008

Wissenswertes & hinter den Kulissen

/
Entstehung

Regisseur Martin Provost wurde von einer Freundin, die als Produzentin bei France Culture arbeitete, auf die Malerin Séraphine Louis aufmerksam gemacht und beschloss nach ersten Internetrecherchen, ihr Leben zu verfilmen.

Entstehung

Als Hauptquelle für das Drehbuch diente ein Aufsatz der Psychoanalytikerin Françoise Cloarec, die mit Wilhelm Uhdes Schwester Anne-Marie bekannt war und von dieser Briefe und Dokumente erhalten hatte.

Entstehung

Martin Provost legte beim Schreiben des Drehbuchs besonderen Wert darauf, das Leben der Malerin nicht als Abfolge starker Momente zu erzählen, sondern die Handlung entlang kleiner Nichtigkeiten zu entwickeln.

Besetzung

Laut Regisseur Martin Provost stand die belgische Schauspielerin Yolande Moreau von Anfang an für die Titelrolle fest.

Dreh

Die Dreharbeiten fanden unter anderem in den französischen Orten Senlis, Crécy-la-Chapelle und Dampsmesnil statt, bei einem Budget von rund 3,6 Millionen Euro.

Dreh

Provost bestand auf schlichte Ausstattung, Kostüme und Beleuchtung sowie möglichst wenige Effekte, damit sich der Zuschauer frei mit der Hauptfigur bewegen könne. Die Kostüme wurden in Grün, Blau und Schwarz gehalten, während nur Séraphines Gemälde warme Farben zeigen sollten.

Rezeption

Im Zuge der Veröffentlichung des Films wurden Séraphines Bilder im Musée Maillol in Paris nach über 60 Jahren erstmals wieder in einer Einzelausstellung gezeigt.

Rezeption

Der Film wurde 2010 wegen Plagiats verurteilt: Neun Stellen im Drehbuch wiesen laut Gericht eine starke, teils wortwörtliche Ähnlichkeit mit Alain Vircondelets Séraphine-Biografie von 1983 auf. Die Produktionsfirma TS Productions und Provost mussten daraufhin insgesamt 50.000 Euro Entschädigung zahlen.

Was die Leute dazu sagen (0)

Melde dich an um deine Meinung zu teilen.

Noch keine Rezensionen.

Noch nichts. Starte die Diskussion!

Neue Version verfügbar

Ein Update von Seenr wurde gerade veröffentlicht. Lade neu, um es zu nutzen.