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Hinter dem Rampenlicht

All that work. All that glitter. All that pain. All that love. All that crazy rhythm.

1979 · 123 min · Drama
7.5 Mäßig
Drama

Der Workaholic Joe Gideon lebt seinen Traum: Als Choreograph feiert er am Broadway große Erfolge. Dafür opfert er all seine Zeit den Proben der Shows und seinen Tänzern. Zerrissen zwischen seiner Tochter Michelle, seiner Geliebten Kate und vielen Affären, steigert sich Joe in die Vorbereitungen eines neuen Stücks hinein. Zunehmende Schwächeanfälle ignorierend, rotiert er mithilfe von Medikamenten und eisernem Willen pausenlos weiter - bis ihn kurz vor der Premiere ein Herzinfarkt ans Krankenbett fesselt. Doch selbst im Kampf gegen den Tod ist Joe von seinen Inszenierungen wie besessen.

Originaltitel
All That Jazz
Herkunftsland
🇺🇸 Vereinigte Staaten
Jahr
1979

Wissenswertes & hinter den Kulissen

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Entstehung

Bob Fosse erlitt 1974 während der Arbeit an Lenny und der Choreografie von Chicago einen schweren Herzinfarkt und musste sich einer Operation am offenen Herzen unterziehen. Diese Erfahrung mit Leben, Tod und Krankenhausalltag inspirierte ihn zu All That Jazz.

Entstehung

Ursprünglich wollten Fosse und sein Freund Robert Alan Aurthur eine Verfilmung des Romans 'Ending' von Hilma Wolitzer machen, die ähnliche Themen von Tod und Ehekonflikten behandelte. Nach Fertigstellung des Drehbuchs entschied sich Fosse jedoch dagegen, da ihm der Stoff zu deprimierend war, und griff stattdessen auf seine eigenen Erfahrungen mit Lenny und Chicago zurück.

Anspielungen

Die Struktur der Geschichte spiegelt eng Fosses eigene Gesundheitsprobleme wider und wird oft mit Federico Fellinis 8½ verglichen, einem ebenfalls stark autobiografisch gefärbten Film mit fantastischen Elementen.

Besetzung

Die Rolle des Joe Gideon wurde zunächst Paul Newman angeboten, der jedoch ablehnte, weil er den Charakter nicht für erlösungsfähig hielt und Fosse dabei nicht berücksichtigte. Newman bezeichnete diese Entscheidung später als 'dummen Fehler'.

Besetzung

Cliff Gorman spielte im Film die Rolle des Stand-up-Comedians in 'The Stand-Up', obwohl er bereits in der Original-Bühnenproduktion von Lenny Bruce gespielt und dafür einen Tony Award gewonnen hatte. Für die Kinoverfilmung von Lenny wurde er jedoch zugunsten von Dustin Hoffman übergangen.

Besetzung

Ann Reinking spielte die Rolle der Katie Jagger, die lose auf ihr selbst basiert, nachdem sie für die Rolle vorgesprochen hatte. Sie war zugleich Fosses langjährige Geliebte im echten Leben.

Besetzung

Die Figur der Audrey Paris, gespielt von Leland Palmer, spiegelt Fosses eigene Ehefrau, die Tänzerin und Schauspielerin Gwen Verdon, die weiterhin mit ihm an Projekten wie Chicago und auch an All That Jazz selbst zusammenarbeitete.

Dreh

Die grobe Behandlung der Tänzerin Victoria Porter durch Gideon im Film ähnelt stark Bob Fosses tatsächlichem Umgang mit Jennifer Nairn-Smith während der Proben zu Pippin. Nairn-Smith selbst tritt im Film als Tänzerin Jennifer auf.

Wissenswertes

Aufgrund steigender Produktionskosten und nachlassender Begeisterung holte Columbia Pictures den Fox-Konzern zur Finanzierung der Fertigstellung ins Boot, wofür Fox im Gegenzug die Vertriebsrechte für Nordamerika erhielt.

Rezeption

Regisseur Stanley Kubrick, der im Film sogar namentlich erwähnt wird, bezeichnete All That Jazz nach dessen Erscheinen als 'den besten Film, den ich je gesehen habe'.

Rezeption

Der Film gewann 1980 gemeinsam mit Akira Kurosawas Kagemusha die Goldene Palme in Cannes und erhielt neun Oscar-Nominierungen, von denen er vier gewann: bester Filmschnitt, bestes Szenenbild, beste Kostüme und beste Musik.

Wissenswertes

Bob Fosse selbst erlitt Jahre später, kurz vor der Premiere einer Broadwayshow, ebenfalls einen zweiten Herzinfarkt, an dem er 1987 starb – eine reale Parallele zum Schicksal seiner Filmfigur Joe Gideon.

Anspielungen

Der Titel des Films stammt vom gleichnamigen Song aus dem Musical Chicago, das Fosse choreografiert, inszeniert und mitgeschrieben hatte.

Kultzitate

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[repeated line] It's showtime, folks!

Joe Gideon Jedes Mal wenn er auf die Bühne geht

[last lines, Joe is dying] Hey, at least I won't have to lie to you anymore.

Joe Gideon In seinen letzten Momenten, sterbend

Sometimes, I don't know where the bullshit ends and the truth begins.

Joe Gideon Seine existenzielle Konfusion über Wahrhaftigkeit

[to Audrey] If I die, I'm sorry for all the bad things I did to you. [to Katie] And if I live, I'm sorry for all the bad things I'm gonna do to you.

Joe Gideon Spricht zu seinen Frauen über seine Fehler

The pain is gone. I'm OK. Nothing wrong with me a rewrite of the show wouldn't cure. A couple of good jokes is what I need.

Joe Gideon Nach seinem Herzinfarkt, während der Genesung

"[to God, during the "hospital escape" scene]" What's the matter, don't you like musical comedy?

Joe Gideon Spricht zu Gott in einem Traum

Do you suppose Stanley Kubrick ever gets depressed?

Joe Gideon Frage über einen anderen großen Filmregisseur

Davis Newman: There's all this bullshit about death with dignity. You know what death with dignity is, man? You don't drool.

Davis Newman Über Würde im Sterbeprozess

All that work. All that glitter. All that pain. All that love. All that crazy rhythm. All that jazz.

Joe Gideon

Audrey Paris: You see, Sammy, in California everybody needs a car. I got a friend who bought a Mercedes just to get to the bathroom.

Audrey Paris Gespräch über das Leben in Kalifornien

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