Keine Verbindung

Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe

All the screaming in the world won't help!

1970 · 101 min · Horror
7.1 Mäßig
Horror Mystery Thriller

In einer hell erleuchteten Kunstgalerie in Rom beobachtet der Amerikaner Sam Dalmas eine unheimliche Szene: eine Person im schwarzen Regenmantel und mit schwarzen Handschuhen bekleidet, ein aufblitzendes Messer, eine hilflose, blutverschmierte Frau. Sam kann nicht helfen, denn eine große Glasscheibe hindert ihn daran. Der Amerikaner kann den Mann im Mantel jedoch verscheuchen. Die junge Frau überlebt. Anscheinend war der Täter ein gesuchter Serienmörder. Weil Sam bei der Polizei selbst in Verdacht zu stehen scheint, versucht er, der Sache nachzugehen. Dabei gerät er selbst in Lebensgefahr ...

Originaltitel
L'uccello dalle piume di cristallo
Herkunftsland
🇮🇹 Italien
Jahr
1970

Wissenswertes & hinter den Kulissen

/
Entstehung

Bernardo Bertolucci erhielt den Auftrag, eine Verfilmung des Romans 'The Screaming Mimi' von Fredric Brown zu realisieren, übergab die Drehbuchadaption aber dem damals fast unbekannten Dario Argento, mit dem er zuvor am Stoff von 'Spiel mir das Lied vom Tod' zusammengearbeitet hatte.

Entstehung

Argento vertiefte sich beim Schreiben so sehr in die Geschichte, dass er sie zunehmend nach seinen eigenen, oft unheimlichen und traumartigen Vorstellungen umformte.

Entstehung

Da Produzenten das Drehbuch immer wieder verändern oder anderen etablierten Autoren zuschreiben wollten, gründete Argento zusammen mit seinem Vater Salvatore die eigene Produktionsfirma Seda Spettacoli, um den Film selbst zu finanzieren und zu inszenieren.

Dreh

Die Dreharbeiten begannen im September 1969 und dauerten sechs Wochen; es kam zu Spannungen zwischen Argento und Hauptdarsteller Tony Musante, der die teils improvisierte Regieweise nicht schätzte.

Dreh

Der Titanus-Verleiher Goffredo Lombardo war mit dem nach einer Woche gedrehten Material unzufrieden und versuchte, die Fortsetzung des Films dem Regisseur Ferdinando Baldi zu übertragen.

Besetzung

Reggie Nalder, bekannt für seine Rolle des Attentäters Rien in Hitchcocks 'Der Mann, der zuviel wusste', spielte den Killer mit der gelben Jacke; Argento traf ihn zufällig in Rom, wo Nalder gerade an einer US-Fernsehproduktion beteiligt war, und bot ihm die Rolle spontan an.

Dreh

Die Außenaufnahmen entstanden größtenteils im römischen Stadtviertel Flaminio; das Wohnhaus der Familie Ranieri liegt in der Via Donatello, unweit des Gebäudes mit den dreieckigen Treppen, in dem die Aufzug-Mordszene spielt.

Wissenswertes

Der im Titel genannte Vogel, der angebliche 'Schneekranich' (Hornitus nevalis), existiert in Wirklichkeit nicht; im Film zu sehen ist tatsächlich ein Kronenkranich (Balearica pavonina).

Dreh

Der Film wurde in englischer Sprache gedreht, um die internationale Verbreitung zu erleichtern; die italienische Synchronfassung entstand später in den SINC-Cinematografica-Studios.

Musik

Der Titelsong 'Piume di cristallo' von Ennio Morricone wurde später in Quentin Tarantinos 'Death Proof' in der Szene wiederverwendet, in der Kurt Russell die Frauen auf dem Parkplatz beobachtet, sowie kurz im Film 'La solitudine dei numeri primi' von 2010.

Rezeption

In Deutschland wurde der Film als Teil der Bryan-Edgar-Wallace-Filmreihe vermarktet und lief in einer gegenüber der italienischen Kinofassung um fast zehn Minuten gekürzten Fassung an; für spätere Fernsehausstrahlungen wurde er zusätzlich an Gewaltszenen gekürzt.

Rezeption

Der Film gewann 1970 den Globo d'oro als bestes Debütwerk sowie die Grolla d'oro als bester Nachwuchsregisseur für Dario Argento und wurde 1971 für den Edgar Award für das beste Drehbuch nominiert.

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