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Flüstern des Meeres - Ocean Waves

高知・夏・17歳 ぼくと里伽子のプロローグ。

Anime 1993 · 72 min · Drama
7.5 Mäßig
Animation Drama Liebesfilm TV-Film School Coming of Age Male Protagonist Heterosexual Love Triangle Primarily Teen Cast

Die beiden Schüler Taku und Yutaka sind beste Freunde und gemeinsam drücken sie auch die Schulbank in der kleinen Stadt Kochi. Eines Tages kommt ein attraktives Mädchen namens Rikako aus der Großstadt nach Kochi, um dort die Highschool weiter zu besuchen. Bereits nach kurzer Zeit ist sie die Klassenbeste, allerdings wird sie wegen ihrer arroganten Art von den übrigen Mädchen ausgeschlossen. Yutaka findet dennoch Gefallen an ihr und verliebt sich in sie. Als jedoch das Gerücht umgeht, dass Taku und Rikako ein Paar sind, wird die Freundschaft der Beiden auf eine harte Probe gestellt. Flüstern des Meeres - Ocean Waves gibt einen kleinen Einblick in das Alltagsleben von japanischen Jugendlichen und zeigt mit viel Gefühl den manchmal mühsamen Weg des Erwachsenwerdens

Originaltitel
海がきこえる
Herkunftsland
🇯🇵 Japan
Jahr
1993
Studio
Studio Ghibli

Wissenswertes & hinter den Kulissen

/
Entstehung

Ocean Waves war der einzige Langfilm von Studio Ghibli, der ursprünglich als Fernsehfilm produziert wurde, anlässlich des 40-jährigen Jubiläums des Senders NTV im Jahr 1993.

Entstehung

Weder Hayao Miyazaki noch Isao Takahata waren direkt an der Produktion beteiligt – es war das erste Ghibli-Werk, das komplett von jungen Nachwuchsmitarbeitern des Studios realisiert wurde, eine Idee von Produzent Toshio Suzuki, um Nachwuchskräfte für die Zeit nach Miyazaki und Takahata aufzubauen.

Besetzung

Regisseur Tomomi Mochizuki, der von außerhalb Ghiblis engagiert wurde, war schon vor dem Projekt Fan der Romane von Saeko Himuro und hatte selbst versucht, eine Verfilmung bei Ghibli anzuregen, was ihm später die Regie einbrachte.

Besetzung

Die Hauptfigur Rikako wurde nicht von einer professionellen Synchronsprecherin, sondern von der Theaterschauspielerin Yoko Sakamoto gesprochen, die auf Vorschlag von Toshio Suzuki besetzt wurde, weil ihre 'fremdartige' Ausstrahlung gut zur Außenseiterrolle der Figur passte.

Dreh

Die geplante Produktionszeit von drei Monaten verdoppelte sich auf ein halbes Jahr, und das Budget stieg von ursprünglich 120 Millionen Yen auf über 250 Millionen Yen, was die Refinanzierung als Fernsehproduktion unmöglich machte – seither hat Ghibli keine weiteren TV-Anime-Projekte mehr umgesetzt.

Dreh

Obwohl der Film für das Fernsehen produziert wurde, entschied Produzent Nozomu Takahashi, ihn im Kino-Format 16:9 statt im damaligen TV-Standard 4:3 auf 35-mm-Film mit Stereoton zu drehen, was spätere Kinowiederaufführungen ermöglichte.

Dreh

Für die Hintergründe reiste das Team nach Kōchi und fotografierte reale Straßenzüge; aus Zeitgründen wurden viele dieser Fotos vergrößert kopiert und direkt als Layout- bzw. Hintergrundvorlage verwendet – eine für Ghibli untypische Arbeitsweise, die Regisseur Mochizuki heimlich vor Hayao Miyazaki verborgen hielt, da dieser solche 'Schummelmethoden' verabscheute.

Dreh

Gegen Ende der Produktion erkrankte Regisseur Mochizuki durch die enorme Belastung an einem Zwölffingerdarmgeschwür und wurde Ende Oktober 1992 wegen einer Blutungsanämie ins Krankenhaus eingeliefert; er kehrte jedoch schon zwei Tage später an den Arbeitsplatz zurück und vollendete den Film teilweise während er noch einen Tropf erhielt.

Musik

Ursprünglich wollte Produzent Suzuki den Song 'Kizutsuita Tsubasa' von Miyuki Nakajima als Titelmusik verwenden, letztlich komponierte aber Regisseur Mochizuki den Text und Shigeru Nagata die Musik zum Abschlusslied 'Umi ni Naretara', gesungen von Rikako-Sprecherin Yoko Sakamoto.

Anspielungen

Der 1995 erschienene Ghibli-Film 'Wisper of the Heart' (Mimi wo Sumaseba) entstand nach verbreiteter Ansicht als bewusste Antithese Miyazakis zu Ocean Waves, da ihm die schwache, unentschlossene Darstellung der Jugendlichen in diesem Film missfiel.

Rezeption

Bei der Erstausstrahlung 1993 erreichte der Film trotz ungewöhnlich früher Sendezeit am Nachmittag eine für diesen Zeitslot außergewöhnlich hohe Einschaltquote von 17,4 Prozent.

Rezeption

Über 30 Jahre nach der Erstausstrahlung erlebte Ocean Waves 2024 in japanischen Kinos eine Wiederaufführung, die zu ausverkauften Vorstellungen und einem überraschenden Erfolg vor allem beim jungen Publikum führte; 2025 folgte eine dreiwöchige landesweite Wiederaufführung in 167 Kinos.

Anspielungen

Der bekannte Anime-Regisseur Makoto Shinkai nennt Ocean Waves als einen seiner Lieblings-Ghibli-Filme und gibt an, sowohl den Film als auch die literarische Vorlage wiederholt gelesen zu haben.

Anspielungen

RM von der südkoreanischen Band BTS nennt den Film als Empfehlung und änderte für den von ihm mitgestalteten Song 'Euphoria' von Jungkook die ursprüngliche Textzeile 'Ich kann die Wellen hören' zu 'Ich kann das Meer hören', weil die Filmatmosphäre besser dazu passte.

Wissenswertes

Die deutsche Synchronfassung entstand erst 2009 bei der Berliner Synchron, das Dialogbuch schrieb Ulrike Lau, die auch die Dialogregie führte; die deutsche TV-Erstausstrahlung erfolgte am 11. Juni 2011 auf Super RTL.

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