Keine Verbindung

Das Geisterhaus

Alles was zählt ist das Leben selbst.

1993 · 145 min · Liebesfilm
6.9 Mäßig
Liebesfilm Drama

Esteban Trueba, ein Mann aus ärmlichen Verhältnissen, steigt während der 1920er Jahre in Chile zum Großgrundbesitzer auf. Seine Familie, darunter seine Schwester Férula, aber auch seine Frau Clara leiden unter der Härte und Unerbittlichkeit des Patriarchen. Esteban geht schließlich in die Politik, um als konservativer Senator die Geschicke des Landes mitzubestimmen. Als die Generäle durch seine Unterstützung an die Macht kommen und ihr Terrorregime errichten, fühlt Esteban sich um seine Ideale betrogen.

Originaltitel
The House of the Spirits
Herkunftsland
🇩🇰 Dänemark · 🇩🇪 Deutschland · 🇺🇸 Vereinigte Staaten
Jahr
1993

Wissenswertes & hinter den Kulissen

/
Entstehung

Isabel Allende erhielt nach der Veröffentlichung ihres Romans 1982 zahlreiche Angebote von Produzenten und Agenten für eine Verfilmung, willigte aber erst ein, als der dänische Regisseur Bille August sie mit seiner Vision für den Film überzeugte.

Besetzung

Die Besetzung mit überwiegend weißen, englischsprachigen Schauspielern in einem lateinamerikanischen Historienfilm sorgte für Kontroversen; Produzent Bernd Eichinger verteidigte die Entscheidung damit, dass der Film international bekannte Darsteller benötige.

Rezeption

Bei der US-Premiere des Films kam es zu Protesten lateinamerikanischer Schauspieler wegen der umstrittenen Besetzungsentscheidung.

Dreh

Die Hauptdreharbeiten fanden von Januar bis April 1993 überwiegend in Dänemark statt, mit weiteren Szenen in Lissabon und im Alentejo in Portugal.

Wissenswertes

Der Film wurde in unterschiedlichen Schnittfassungen veröffentlicht: Die deutsche Kinopremiere im Oktober 1993 zeigte eine 145-minütige Fassung, während in den USA am 1. April 1994 eine auf 132 Minuten gekürzte Version anlief.

Rezeption

Während der Film in den USA von der Kritik weitgehend verrissen wurde und in mehreren Jahresend-Negativlisten (u.a. bei Rolling Stone und San Jose Mercury News) auftauchte, gewann er in Europa zahlreiche Preise, darunter den Deutschen Filmpreis in Gold und den dänischen Robert Award als bester Film.

Rezeption

Kommerziell war der Film in Europa deutlich erfolgreicher als in Nordamerika: In Deutschland spielte er allein in den ersten zwei Wochen 4,8 Millionen US-Dollar ein und erzielte europaweit über 55 Millionen US-Dollar, während er in den USA und Kanada nur 6 Millionen US-Dollar einspielte.

Musik

Die Filmmusik komponierte der spätere Oscar-Preisträger Hans Zimmer, wofür er 1994 den German Phono Academy Echo Award erhielt.

Wissenswertes

Der Film weicht in mehreren Punkten von der Romanvorlage ab; so ist im Buch von Isabel Allende die Enkelin Alba diejenige, die gefoltert und missbraucht wird, während im Film diese Rolle auf die Figur Blanca übertragen wurde und Albas Heranwachsen nicht gezeigt wird.

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