Keine Verbindung

Die vierte Art

There are four kinds of alien encounters. The fourth kind is abduction.

2009 · 98 min · Mystery
6.4 Mäßig
Mystery Science Fiction Thriller

In der Stadt Nome in Alaska geschehen seit den 60er Jahren seltsame Dinge, viele Menschen berichten von Schlafproblemen und von "Eulen" die sie Nachts gesehen haben wollen. Einige Einwohner sind verschwunden, manche tauchen wieder auf, andere nicht. Das FBI hat überdurchschnittlich oft in der Stadt ermittelt, jedoch immer ohne ein Ergebnis. Nach dem Tod ihres Mannes, der viele dieser Vorfälle untersucht hat, übernimmt die Psychologin Dr. Abigail Tyler die Untersuchungen. Sie versucht es schließlich bei einem ihrer Patienten mit Hypnose, doch dabei wird dieser mit einem so erschreckenden Erlebnis konfrontiert, dass er anschließend seine Familie und sich selbst erschießt. Der Sheriff der Stadt macht Dr. Tyler Vorwürfe und glaubt ihr auch ihre Untersuchungsergebnisse nicht. Einzig von dem befreundeten Kollegen Abel Campos wird sie unterstützt. Ein weiterer Versuch bei einem Patienten unter Hypnose etwas zu erfahren endet ebenfalls äußerst tragisch.

Originaltitel
The Fourth Kind
Herkunftsland
🇺🇸 Vereinigte Staaten
Jahr
2009

Wissenswertes & hinter den Kulissen

/
Entstehung

The Fourth Kind war der erste große Film des Autors und Regisseurs Olatunde Osunsanmi, der ein Schützling des unabhängigen Filmemachers Joe Carnahan ist.

Entstehung

Der Film gibt sich als pseudodokumentarische Nacherzählung wahrer Ereignisse aus, inklusive angeblich echtem Archivmaterial, das neben den nachgestellten Spielszenen gezeigt wird.

Besetzung

Regisseur Olatunde Osunsanmi tritt im Film selbst als Interviewer der 'echten' Abigail Tyler auf, während die nachgestellte Filmfigur von Milla Jovovich gespielt wird.

Wissenswertes

Der Film ist lose von realen Vermisstenfällen an der Westküste Alaskas entlang der Beringstraße inspiriert, die tatsächlich vom FBI untersucht wurden; die Behörde führte die meisten Fälle jedoch auf Alkoholkonsum und extreme Kälte zurück, wobei neun Personen nie gefunden wurden.

Dreh

Obwohl die Handlung in Nome, Alaska spielt, wurde der Film in Bulgarien sowie in Vancouver, Squamish (British Columbia, Kanada) und Los Angeles gedreht. Die im Film gezeigte üppige, bergige Landschaft ähnelt kaum dem echten Nome, das in einer baumlosen Tundra an der Beringsee liegt.

Rezeption

Die Marketingkampagne von Universal Pictures nutzte gefälschte Nachrichtenartikel, die angeblich von echten alaskischen Zeitungen wie der Nome Nugget und der Fairbanks Daily News-Miner stammten. Dies führte zu einer Klage der Zeitungen, die mit einer Zahlung von 20.000 US-Dollar an den Alaska Press Club sowie 2.500 US-Dollar für einen Stipendienfonds der Calista Corporation beigelegt wurde.

Rezeption

Der Bürgermeister von Nome, Denise Michels, bezeichnete den Film als 'Hollywood-Quatsch' und verglich ihn mit The Blair Witch Project, während die Alaska-Presse besonders kritisierte, dass reale ungeklärte Verschwindensfälle für die fiktive Vermarktung als angebliche Dokumentation missbraucht wurden.

Rezeption

Trotz überwiegend negativer Kritiken bei Erscheinen entwickelte der Film in den folgenden Jahren eine Kultanhängerschaft; 2023 ging er auf Netflix erneut viral, als Nutzer auf TikTok berichteten, der Film habe sie 'traumatisiert' und um den Schlaf gebracht.

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