Es sind schon viele Jahre vergangen, nachdem Tarzan den afrikanischen Dschungel hinter sich gelassen hat. Jetzt lebt er unter seiner neuen Identität als britischer Adliger John Clayton III., Lord Greystoke, mit seiner geliebten Frau Jane ein standesgemäßes Leben in der Zivilisation. Eines Tages erhält er einen Auftrag direkt vom Parlament: Als Sonderbotschafter für Handelsfragen soll Tarzan zurück in den Dschungel vom Kongo geschickt werden. Noch ahnt er allerdings nicht, dass er dabei nur als Schachfigur in einer gefährlichen Intrige aus Rache und Habgier missbraucht werden soll, die der Captain Leon Rom aus Belgien eingefädelt hat. Aber auch er und die anderen Drahtzieher haben noch keinen blassen Schimmer, was für eine tödliche Lawine sie mit ihrem diabolischen Plan ins Rollen bringen.
Ein modernisiertes Tarzan-Projekt war bereits seit 2003 in Entwicklung, mit Drehbüchern von John August und später John Collee, wobei zunächst Guillermo del Toro als Regisseur vorgesehen war, bevor er ausstieg, um an Der Hobbit zu arbeiten.
Entstehung
2008 war eine andere Version geplant, mitgeschrieben von Stephen Sommers, die sich stilistisch an Pirates of the Caribbean orientieren sollte, und 2011 sollte Craig Brewer Regie führen, bevor 2012 schließlich David Yates verpflichtet wurde.
Entstehung
Im April 2013 wurde die Produktion wegen Budgetproblemen vorübergehend ausgesetzt; die Kosten stiegen von geplanten 65 Millionen über geschätzte 90 Millionen auf schließlich 180 Millionen US-Dollar.
Besetzung
Produzent Jerry Weintraub wollte ursprünglich den Schwimmer Michael Phelps als Tarzan besetzen, da er ihn als Nachfolger von Johnny Weissmuller sah, änderte seine Meinung aber, nachdem er Phelps nur zwei Minuten lang als Gastgeber bei Saturday Night Live gesehen hatte.
Besetzung
Weitere Kandidaten für die Rolle des Tarzan waren Henry Cavill, Tom Hardy und Charlie Hunnam, bevor Alexander Skarsgård am 14. November 2012 die Rolle bekam.
Besetzung
Für die Rolle der Jane Porter waren unter anderem Jessica Chastain, Emma Stone, Emma Watson, Sarah Bolger und Cressida Bonas im Gespräch, bevor Margot Robbie im Januar 2014 gegen Emma Stone die Rolle gewann.
Besetzung
Alexander Skarsgård absolvierte vor Drehbeginn ein viermonatiges Trainingsprogramm mit dem Choreografen Wayne McGregor und nahm dabei rund 11 Kilogramm (24 Pfund) an Muskelmasse zu, um körperlich in die Rolle des Tarzan zu passen.
Effekte
In der Rolle der jungen Jane fungierte Ella Purnell als Körperdouble, wobei Margot Robbies Gesicht per CGI auf Purnells Körper übertragen wurde.
Effekte
Abgesehen von einigen Ziegen in einem Dorf sind sämtliche im Film gezeigten Tiere computergeneriert, einschließlich Tarzans Adoptivmutter, dem fiktiven Mangani-Weibchen.
Dreh
Die Dreharbeiten fanden fast ausschließlich in den Warner Bros. Studios in Leavesden sowie an weiteren Drehorten in Großbritannien statt, während nur sechs Wochen lang per Hubschrauber Hintergrundaufnahmen in Gabun gemacht wurden, ohne dass die Schauspieler daran beteiligt waren.
Dreh
Für den Dreh wurden in den Leavesden Studios ein funktionierender künstlicher Wasserfall und ein 30 Meter langer, zusammenklappbarer Steg aufgebaut, und es entstanden sieben verschiedene Versionen des afrikanischen Dschungels mit aus den Niederlanden importierten Pflanzen sowie vom Artdepartment nachgebauten Bäumen.
Dreh
Kedleston Hall in Derbyshire diente als Kulisse für das Anwesen Greystoke Manor, während eine Zeder auf dem Gelände von Highclere Castle als Schauplatz für eine frühe Schlüsselszene zwischen Tarzan und Jane genutzt wurde.
Dreh
Regisseur David Yates arbeitete ab August 2015 parallel bereits an den Dreharbeiten zu Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind, was Bedenken bezüglich der Postproduktion von Legend of Tarzan aufkommen ließ.
Musik
Der irische Sänger Hozier steuerte den Song 'Better Love' bei, der im Abspann des Films läuft und es prompt in die britischen iTunes-Charts schaffte.
Musik
Der Soundtrack sowie der Song 'Better Love' von Hozier standen 2016 auf der Longlist für die Oscarverleihung 2017 in den Kategorien Beste Filmmusik beziehungsweise Bester Filmsong.
Rezeption
Bei den MTV Movie Awards 2016 betrat Alexander Skarsgård in Unterhosen die Bühne, um die Laudatio für den Film des Jahres zu halten, und witzelte dabei in Anspielung auf seine Tarzan-Rolle: 'Ich Tarzan. Muss Fans ein bisschen Haut geben.'
Rezeption
Trotz eines weltweiten Einspielergebnisses von 356,7 Millionen US-Dollar bei einem Budget von 180 Millionen US-Dollar schätzten Finanzanalysten von Deadline Hollywood, dass Warner Bros. rund 40 Millionen US-Dollar Verlust machte, während das Studio selbst behauptete, der Film habe die Kosten gedeckt.
Rezeption
In Deutschland erhielt der Film trotz überwiegend negativer Kritiken das Prädikat 'besonders wertvoll' von der Deutschen Film- und Medienbewertung, unter anderem wegen seiner aufwendigen 3D-Optik und Tieranimationen.