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Cartouche, der Bandit

1962 · 114 min · Abenteuer
6.3 Nische
Abenteuer Komödie Liebesfilm Action

Frankreich, im 18. Jahrhundert. Louis-Dominique Bourguignon arbeitet für Malichot, den Anführer einer Räuberbande. Weil er aber mit dessen ethischen Grundsätzen nicht einverstanden ist, bildet er eine eigene Bande. Unter dem Namen Cartouche beraubt er von nun an den Adel, um das Geld an die Armen zu verteilen. Durch seine Taten gewinnt er zahlreiche Sympathisanten, macht sich aber auch Feinde: Malichot und die Polizei wollen ihm an den Kragen. Cartouche gelingt es immer wieder, sich aus ihren Fängen zu befreien - doch schließlich wird ihm die Liebe zu einer Frau zum Verhängnis.

Originaltitel
Cartouche
Herkunftsland
🇫🇷 Frankreich · 🇮🇹 Italien
Jahr
1962

Wissenswertes & hinter den Kulissen

/
Entstehung

Cartouche war ein Auftragswerk der Produzenten Alexandre Mnouchkine und Georges Dancigers an Philippe de Broca, der zuvor noch nie einen Abenteuerfilm inszeniert hatte. Der Film zeichnet dabei ein stark romantisiertes Bild des historischen Räubers Louis Dominique Cartouche als gutherzigen Banditen, der die Reichen zugunsten der Armen ausraubt.

Besetzung

Cartouche war die erste Zusammenarbeit zwischen Regisseur Philippe de Broca und Hauptdarsteller Jean-Paul Belmondo.

Dreh

Die Dreharbeiten fanden vom 17. Juli bis 6. Oktober 1961 statt, unter anderem in Béziers, Ermenonville, Pézenas sowie an weiteren Drehorten in den Départements Aveyron, Hérault und Oise, darunter La Couvertoirade, das Plateau du Larzac, die Abtei Sainte-Marie de Valmagne und Senlis.

Dreh

Jean-Paul Belmondo führte sämtliche Stunts und Kaskaden des Films selbst aus.

Musik

Regisseur Philippe de Broca musste sich gegen die Produzenten durchsetzen, um Georges Delerue als Komponisten zu engagieren, da dieser sich im Genre des Abenteuerfilms noch keinen Namen gemacht hatte.

Anspielungen

In der 17. Filmminute, als der alte Marschall den Sold der Truppen überbringt, werden mehrere Sätze wie „Vive le Maréchal“ verwendet – ein deutlicher Verweis auf Marschall Pétain.

Anspielungen

Der Name des Filmbösewichts, Lieutenant-général de Ferrussac, stammt vom echten Geburtsnamen des Regisseurs, der eigentlich Philippe de Broca de Ferrussac hieß.

Rezeption

Der Film war ein großer Erfolg und belegte 1962 Platz 6 der französischen Kinocharts, mit über 3,6 Millionen Zuschauern in Frankreich, rund 34,6 Millionen in der Sowjetunion und etwa 750.000 in Deutschland – insgesamt mindestens 39 Millionen Kinobesucher weltweit.

Wissenswertes

Am 25. August 1967 wurde der Film zeitgleich von ARD und ZDF als erster Farbfilm im deutschen Fernsehen ausgestrahlt und in den folgenden Wochen mehrfach als Farbfernseh-Versuchssendung wiederholt.

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