Rampenlicht

Das Meisterwerk aus Lachen und Tränen vom Meister der Komödie!

1952 · 132 min · Liebesfilm
7.9 Mäßig
Liebesfilm Drama Musik Komödie

Kurz vor dem Ersten Weltkrieg muss der alternde Komiker Calvero erkennen, dass er am Ende seiner Karriere angekommen ist. Eines Tages rettet er die junge Balletttänzerin Theresa vor dem Selbstmord und macht es sich fortan zur Aufgabe, ihr neues Selbstvertrauen für eine Rückkehr auf die Bühne zu geben. Während Theresa aus Dankbarkeit glaubt, sich in Calvero verliebt zu haben und ihn vergeblich bittet, sie zu heiraten, wird Calvero von dem Wunsch erfüllt, noch ein letztes Mal im Rampenlicht zu stehen

Originaltitel
Limelight
Herkunftsland
🇺🇸 Vereinigte Staaten
Jahr
1952

Wissenswertes & hinter den Kulissen

/
Entstehung

Der Film basiert auf einer Novelle Chaplins mit dem Titel 'Footlights'. Fragmente dieses geplanten Romans wurden erst mehr als 30 Jahre nach Chaplins Tod im Nachlass in der Cineteca di Bologna gefunden und 2014 veröffentlicht.

Entstehung

Obwohl die Handlung in London spielt, wurde der Film komplett in der Gegend von Hollywood gedreht: die Straßenszenen entstanden auf einem umgebauten Set der Paramount Studios, die Music-Hall-Szenen bei RKO-Pathé, und einige Außenaufnahmen nutzten Rückprojektionen von London.

Entstehung

Chaplin bereitete den Film über mehrere Jahre vor, bevor die eigentlichen Dreharbeiten am 19. November 1951 begannen und am 25. Januar 1952 endeten – insgesamt dauerte der Dreh 55 Tage.

Besetzung

Chaplin besetzte auffällig viele Familienmitglieder im Film, darunter fünf seiner eigenen Kinder und seinen Halbbruder Wheeler Dryden.

Besetzung

Für die Tanzszenen wurde die amerikanische Ballerina Melissa Hayden als Double für Hauptdarstellerin Claire Bloom engagiert, für die es die erste große Filmrolle war.

Besetzung

Chaplin hatte die Rolle für Buster Keaton ursprünglich nicht vorgesehen, da er sie für zu klein hielt. Erst als er erfuhr, dass Keaton nach einer ruinösen Scheidung und finanziellen Verlusten in einer schwierigen Lebensphase steckte, bestand Chaplin darauf, ihn zu besetzen.

Dreh

Der gemeinsame Auftritt von Chaplin und Keaton in der finalen Musiknummer war das einzige Mal, dass die beiden Komiker zusammen in einem Film zu sehen waren.

Dreh

Einem Chaplin-Biografen zufolge lockerte Chaplin für die Duett-Szene mit Keaton seinen sonst sehr strengen Regiestil und ließ Keaton freie Hand, um eigene komische Einfälle zu entwickeln.

Anspielungen

Es kursiert bis heute das Gerücht, Chaplin habe aus Eifersucht Keatons beste Szenen herausgeschnitten, weil dieser ihn angeblich schauspielerisch übertroffen habe. Keatons Witwe Eleanor bestritt dies und vermutete, sein Geschäftspartner Raymond Rohauer habe die Gerüchte gestreut.

Dreh

Claire Bloom berichtete in einem Dokumentarfilm, dass Chaplin sie für eine dramatische Szene, in der ihre Figur wieder gehen lernt, vorbereitete, indem er sie bei einer Probe durch Vorwürfe und Missbilligung absichtlich zum Weinen brachte – etwas, das er sonst nie tat.

Wissenswertes

Chaplin legte in die Figur des Calvero Erinnerungen an seinen eigenen Vater und bei Terry häufig Bezüge zu seiner Mutter bzw. einer Jugendfreundin. Claire Bloom musste sogar dieselbe Kleidung tragen wie diese Jugendfreundin.

Musik

Der Instrumentalthema des Films, 'The Terry Theme', wurde später mit Text versehen und als Lied 'Eternally' populär und oft gecovert; die Orchesterversion von Frank Chacksfield erreichte 1953 Platz 2 der UK-Charts und hielt dort einen damaligen Rekord von acht Wochen.

Musik

1973 erhielten Chaplin und seine musikalischen Mitarbeiter Raymond Rasch und Larry Russell einen Oscar für die beste Filmmusik – es war der einzige kompetitive Oscar, den Chaplin je gewann. Später kam jedoch heraus, dass tatsächlich Russell Garcia maßgeblich komponiert hatte und die Nennung von Larry Russell wohl auf einer Namensverwechslung beruhte.

Rezeption

Der Film wurde in den USA wegen Chaplins angeblicher kommunistischer Sympathien massiv boykottiert; ihm wurde bei einer Promotionreise nach Großbritannien die Wiedereinreise in die USA verweigert, und viele amerikanische Kinos weigerten sich, den Film zu zeigen.

Rezeption

Erst 1972, zwanzig Jahre nach der Premiere, wurde der Film in den USA breit veröffentlicht und erstmals in Los Angeles gezeigt – dadurch konnte er noch für die Oscarverleihung 1973 berücksichtigt werden.

Rezeption

Eine rund vierminütige Szene mit einem armlosen Geigenspieler (gespielt von Stapleton Kent) wurde für die weltweite Veröffentlichung herausgeschnitten. Sie ist nur in der 1993er-Laserdisc-Fassung sowie als Bonusmaterial späterer DVD-Ausgaben enthalten.

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