Wenn der Name Frankenstein in Misskredit gerät, sind alle Familienmitglieder aufgefordert, an der Rehabilitation mitzuwirken. So auch Urenkel Frederik, angesehener Gehirnchirurg aus Baltimore. Doch ganz so einfach ist das nicht, wenn man auf Urgroßväterchens Schloss mit einem Faktotum zu tun hat, das dümmer ist als die Polizei erlaubt, und einem eine Assistentin zur Seite steht, deren körperliche Reize weit mehr hergeben als das blonde Köpfchen. So kann es nicht ausbleiben, dass es zu entsprechenden Pannen kommt, als man mit vereinten Kräften darangeht, nach den Plänen des Großvaters einen Kunstmenschen zusammenzubasteln. Als zu allem Überfluss auch noch Frederiks Verlobte auf dem Plan erscheint, geraten die Dinge total außer Kontrolle: Das Monster entwickelt sich zu einem wahren Intelligenzbolzen, während „Frankie Junior“ in Sachen Potenz monströse Züge annimmt.
Die Idee zum Film entstand während der letzten Drehwochen von 'Blazing Saddles', als Gene Wilder Mel Brooks bei einem Kaffee vorschlug, eine weitere Frankenstein-Geschichte zu erzählen, in der der Enkel des Doktors nichts mit seiner verrückten Familie zu tun haben will.
Entstehung
Brooks und Wilder schrieben das Drehbuch Abend für Abend im Bungalow des Bel Air Hotels bei Earl-Grey-Tee, Sahne, braunem Zucker und britischen Digestive-Keksen.
Entstehung
Brooks und Wilder waren sich über die 'Puttin' on the Ritz'-Nummer uneinig: Brooks hielt es für zu albern, dass das Monster singt und tanzt, gab aber schließlich Wilders Argumenten nach.
Entstehung
Columbia Pictures wollte den Film ursprünglich produzieren, war aber weder mit dem gewünschten Budget von 2,3 Millionen Dollar noch mit der Idee eines Schwarzweißfilms einverstanden, weshalb Brooks und Produzent Michael Gruskoff zu 20th Century Fox wechselten.
Effekte
Ein Großteil der Laborausrüstung stammte original von Kenneth Strickfaden, der sie für den Frankenstein-Film von 1931 gebaut hatte; er lagerte die Geräte in seiner Garage und lieh sie unter der Bedingung aus, diesmal namentlich im Abspann genannt zu werden, was ihm 1931 verwehrt worden war.
Dreh
Um die Atmosphäre der alten Universal-Horrorfilme der 1930er Jahre zu erzeugen, drehte Brooks den gesamten Film in Schwarzweiß und verwendete typische Stilmittel wie Iris-Blenden, Wischblenden und Abblendungen sowie einen Vorspann im Stil der 1930er Jahre.
Dreh
Kameramann Gerald Hirschfeld berichtete, dass die Fox-Studioleitung zögerte, den ganzen Film in Schwarzweiß zu drehen, und sogar vorschlug, in Schwarzweiß zu beginnen und später in Farbe zu wechseln – Brooks blieb jedoch hart.
Dreh
Die Dreharbeiten begannen am 19. Februar 1974 und endeten am 3. Mai 1974; die meisten Szenen entstanden auf den Studiogeländen von 20th Century Fox und MGM, nur die Einführungsszene an der University of Southern California und die 'Puttin' on the Ritz'-Sequenz in der Mayfair Music Hall in Santa Monica wurden an echten Drehorten gefilmt.
Besetzung
Mel Brooks spielte in diesem Film – anders als in vielen seiner anderen Werke – keine große Rolle vor der Kamera, weil Gene Wilder dies zur Bedingung machte, da Brooks dazu neige, die vierte Wand zu durchbrechen.
Besetzung
Marty Feldman, der sein US-Filmdebüt als Igor gab, erfand den Running Gag, dass sein Buckel im Laufe des Films die Seite wechselt; auf Frankensteins Nachfrage antwortet er nur lakonisch 'Welcher Buckel?'.
Besetzung
Teri Garr sprach ursprünglich für die Rolle der Elizabeth vor, doch Brooks war bereits fest entschlossen, seine häufige Mitarbeiterin Madeline Kahn zu besetzen, und bot Garr stattdessen beeindruckt von ihrem Vorsprechen die Rolle der Inga an.
Besetzung
Der Schauspieler Clement von Franckenstein, ein echter Nachfahre der Adelsfamilie Franckenstein, von der Mary Shelley den Titel ihres Romans ableitete, spielte einen Statisten im Film und trat damals unter dem Künstlernamen 'Clement St. George' auf, aus Angst, sein echter Nachname könnte seiner Schauspielkarriere schaden.
Anspielungen
Igors Satz 'Walk this way' inspirierte laut Gene Wilder den gleichnamigen Song der Band Aerosmith; die Szene entstand spontan während der Dreharbeiten, wobei es widersprüchliche Erinnerungen darüber gibt, ob die Idee von Brooks oder von Feldman selbst stammte.
Anspielungen
Die finnische Rockband Eppu Normaali benannte sich nach dem Film: Der Name ist eine Übersetzung von 'Abby Normal', der Bezeichnung für das abnormale Gehirn, das Igor im Film stiehlt.
Anspielungen
Die drei Akkorde, die beim Einblenden des Filmtitels erklingen, wurden später als Musikuntermalung für das populäre YouTube-Video 'Dramatic Look' (auch bekannt als 'Dramatic Chipmunk') verwendet.
Wissenswertes
In der deutschen Fassung spielt der Umstand, dass Transsylvanien bis 1918 zur Habsburgermonarchie gehörte, eine Rolle: Alle Beschriftungen im transsilvanischen Ort im Film sind auf Deutsch, etwa 'Stadt', 'Zug', 'Bierstube' oder 'Gasthaus'.
Rezeption
Der Film wurde 2003 vom United States National Film Preservation Board als 'kulturell, historisch oder ästhetisch bedeutsam' eingestuft und zur Aufbewahrung im Library of Congress National Film Registry ausgewählt.
Rezeption
Young Frankenstein spielte bei einem Budget von etwa 2,78 Millionen Dollar rund 86,2 Millionen Dollar an den Kinokassen ein und war damit ein großer kommerzieller Erfolg.