The Dark House

2009 · 105 min · Thriller
6.5 Nische
Thriller Krimi Historie

Poland, 1978. Edward Srodon, a zootechnician, makes an accidental stop at the Dziabas family farm, located in the remote area of the Bieszczady Mountains. Years later, on a winter day during Martial Law, a People's Militia investigation team examines a crime scene.

Originaltitel
Dom zły
Herkunftsland
🇵🇱 Polen
Jahr
2009

Wissenswertes & hinter den Kulissen

/
Entstehung

Das Drehbuch schrieb Wojciech Smarzowski gemeinsam mit Łukasz Kośmicki bereits vor seinem Film 'Wesele' (2004), basierend auf einer Kriminalgeschichte, die er in der Zeitschrift 'Detektyw' gelesen hatte.

Entstehung

Der ursprüngliche Plan, den Film noch vor 'Wesele' zu realisieren, scheiterte daran, dass die Idee für die Geldgeber nicht attraktiv genug war; erst nach der Reform des Kinematographiegesetzes 2005 erhielt das Projekt eine Finanzierung durch das Polnische Institut für Filmkunst.

Entstehung

Der Drehbeginn verzögerte sich, weil der Winter zunächst nicht die gewünschten Bedingungen bot, die für die Handlung benötigt wurden.

Anspielungen

Der Titel wurde unterschiedlich erklärt: Für Co-Autor Kośmicki war er eine Anspielung auf David Mamets Kriminalfilm 'House of Games', während Smarzowski ihn mit seiner eigenen Jugend zur Zeit des Kriegsrechts unter Jaruzelski verband, das er als seine persönliche 'böse Zeit' bezeichnete.

Besetzung

Hauptdarsteller Arkadiusz Jakubik konnte die ursprüngliche Drehbuchversion nicht akzeptieren, in der seine Figur Edward Środoń als berechnender, kalter Mörder dargestellt wurde; auf seinen Wunsch änderte Smarzowski das Drehbuch so, dass die Figur völlig unschuldig wirkt.

Dreh

Trotz der Änderung für Jakubik drehte Smarzowski dennoch auch Szenen der ursprünglichen Version und mischte beide Varianten im Schnitt, um Eindeutigkeit im Film zu vermeiden.

Dreh

Der Szenenbildner Marek Zawierucha fand während der Vorbereitungen ein verlassenes Haus in Hańczowa, das mit Zustimmung des Eigentümers für die Zwecke der Handlung absichtlich beschädigt wurde.

Dreh

Die bewusst schmutzig und abstoßend wirkenden Kostüme wurden von Katarzyna Lewińska entworfen.

Dreh

Die Dreharbeiten fanden von November 2008 bis Januar 2009 in der Umgebung von Gorlice statt, unter anderem in Hańczowa, Bielanka, Krzywa und in der Nähe des Bahnhofs Łupków, wobei Smarzowski die Nähe zur Grenze für die Location wichtig war.

Dreh

Gedreht wurde mit der digitalen Kamera Sony Ex 1, und Kameramann Piotr Sobociński jr. arbeitete dabei erstmals mit Smarzowski zusammen, der für seinen typischen Stil mit Handkamera, kurzen Einstellungen und Masterschüssen bekannt ist.

Musik

Ein Großteil der von Mikołaj Trzaska komponierten Musik wurde im endgültigen Filmschnitt nicht verwendet, worüber sich der Komponist beim Regisseur beschwerte.

Rezeption

Der Film wurde von rund 233.000 Zuschauern gesehen, was Platz 12 der polnischen Kinocharts von 2009 bedeutete, und erhielt zahlreiche positive Kritiken sowie den Regiepreis beim Festival des polnischen Spielfilms und einen Polnischen Filmpreis.

Anspielungen

Viele Kritiker verglichen den Film mit 'Fargo' (1996) der Coen-Brüder, unter anderem wegen der winterlichen Kulisse als Tatort-Hintergrund und der Figur einer schwangeren Milizionärin.

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