Von einem Nato-Stützpunkt in England werden auf spektakuläre Weise zwei Atomraketen gestohlen. Als die Nato damit erpresst werden soll, schicken die Briten ihren Topagenten James Bond, um die nukleare Bedrohung abzuwenden, und die Gangster dingfest zu machen.
Der Film basiert auf dem Thunderball-Stoff, den Ian Fleming ursprünglich mit Kevin McClory und Jack Whittingham für ein geplantes, dann abgebrochenes Filmprojekt namens 'Longitude 78 West' entwickelt hatte. Fleming verwendete die Idee später ohne Nennung der beiden Co-Autoren für seinen Roman, was zu einem jahrelangen Rechtsstreit führte.
Entstehung
In den 1970er Jahren arbeitete McClory unter dem Arbeitstitel 'Warhead' mit Autor Len Deighton und Sean Connery an einem neuen Drehbuch, das SPECTRE eine Invasion von New York City durch die Kanalisation unter der Wall Street planen ließ – diese Fassung wurde nie verfilmt.
Entstehung
Produzent Jack Schwartzman entschied sich gegen Deightons Drehbuch und kehrte zur ursprünglichen Handlung von Thunderball zurück, auch weil McClory 1980 sah, wie Jimmy Carter das Thema Atomterrorismus in einer TV-Debatte mit Ronald Reagan ansprach.
Entstehung
Der endgültige Titel 'Never Say Never Again' geht auf Connerys Ehefrau Micheline zurück, die damit auf sein Versprechen von 1971 anspielte, nie wieder den Bond zu spielen; die Produzenten würdigten ihren Beitrag im Abspann.
Entstehung
Kurz vor Drehbeginn versuchten Flemings Nachlassverwalter im Frühjahr 1983 noch, den Film per Gerichtsbeschluss zu stoppen, scheiterten damit jedoch vor dem High Court in London.
Besetzung
Für die allererste geplante Verfilmung 1964 führte McClory bereits Gespräche mit Richard Burton für die Rolle des Bond, das Projekt kam damals aber wegen der Rechtsstreitigkeiten nicht zustande.
Besetzung
Sean Connery handelte für seine Rückkehr als Bond eine Gage von 3 Millionen Dollar sowie Mitspracherecht bei Besetzung und Drehbuch aus und trainierte zur Vorbereitung mit Steven Seagal.
Besetzung
Connery schlug selbst Klaus Maria Brandauer als Bösewicht Largo vor, nachdem er dessen Leistung im oscarprämierten Film 'Mephisto' gesehen hatte; über denselben Weg kam auch Max von Sydow als Blofeld zur Besetzung.
Besetzung
Micheline Connery lernte die aufstrebende Schauspielerin Kim Basinger im Grosvenor House Hotel in London kennen und empfahl sie ihrem Mann für die Rolle der Domino, nachdem zuvor Dalila Di Lazzaro abgesagt hatte.
Besetzung
Connery schlug vor, den CIA-Agenten Felix Leiter mit einem schwarzen Schauspieler (Bernie Casey) zu besetzen, da die Figur dem Publikum sonst nie im Gedächtnis bleibe.
Besetzung
Regisseur Richard Donner lehnte die Regie ab, nachdem er das Drehbuch nicht mochte, und auch der frühere Eon-Cutter und Regisseur Peter R. Hunt sagte wegen seiner früheren Zusammenarbeit mit Eon ab, bevor schließlich Irvin Kershner engagiert wurde.
Dreh
Beim Training für den Film brach Steven Seagal, der als Kampfsportlehrer engagiert war, Sean Connery das Handgelenk – Connery erfuhr davon jedoch erst mehr als zehn Jahre später, wie er in der Tonight Show erzählte.
Dreh
Largos Yacht 'Flying Saucer' wurde von der echten Luxusyacht 'Nabila' verkörpert, die damals dem saudischen Milliardär Adnan Khashoggi gehörte.
Dreh
Die Unterwasserhöhle 'Tears of Allah' wurde in den Elstree Studios aufwendig nachgebaut und benötigte drei Monate Bauzeit, während die Unterwasserszenen von Ricou Browning koordiniert wurden, der bereits die Unterwasserszenen im Original 'Thunderball' betreut hatte.
Dreh
Die Produktion geriet finanziell in Schieflage: Nachdem dem Team das Geld ausging, musste Produzent Jack Schwartzman weitere Dreharbeiten aus eigener Tasche finanzieren, was zu erheblichen Spannungen mit Connery führte.
Musik
James Horner war die Wunschbesetzung für die Filmmusik, war aber nicht verfügbar; auch der langjährige Bond-Komponist John Barry lehnte aus Loyalität zu Eon Productions ab, sodass schließlich Michel Legrand die Musik komponierte.
Musik
Der Titelsong wurde von Lani Hall gesungen, nachdem Bonnie Tyler den Song zunächst nicht mochte und das Angebot ablehnte.
Anspielungen
Wegen der Lizenzrechte durfte der Film weder die klassische Gun-Barrel-Sequenz noch das berühmte James-Bond-Thema verwenden; stattdessen erschien eine Bildschirmgrafik mit 007-Symbolen.
Rezeption
Der Film eröffnete am Columbus-Day-Wochenende 1983 mit einem damaligen Oktober-Rekord von rund 11 Millionen Dollar und übertraf damit den bisherigen Bond-Eröffnungsrekord von 'Octopussy'.
Rezeption
1990 war 'Never Say Never Again' der erste James-Bond-Film, der offiziell in der Sowjetunion mit einer Gala-Premiere in Moskau gezeigt wurde.