Keine Verbindung

Der Himmel wird warten

Cennet Beklesin

2016 · 105 min · Drama
7.0 Nische
Drama

Sylvie und ihre Tochter Mélanie haben ein enges Verhältnis. Die beiden können über alles miteinander reden, egal, ob es um Jungs, Kleidung oder die Schule geht. Doch Mélanie entfernt sich von Sylvie, nachdem sie im Internet einen Jungen kennengelernt hat. Er schmeichelt ihr mit Komplimenten, spricht mit ihr über Religion – bis die junge Frau nach Syrien geht, um Terroristin zu werden. Catherine und Samir erleben Ähnliches: Mit ihrer 17-jährigen Tochter Sonia waren sie eine glückliche Familie – bis plötzlich ihr Haus gestürmt und die Teenagerin festgenommen wird. Denn wie sich herausstellt, hatte sie einen Anschlag geplant, um ihrer Familie einen „Platz im Paradies“ zu sichern. Sylvie und Catherine, beide erschüttert von den Entscheidungen ihrer Töchter, wollen Mélanie und Sonia überzeugen, ein Leben ohne Hass und Selbstzerstörung zu wählen…

Originaltitel
Le ciel attendra
Herkunftsland
🇫🇷 Frankreich
Jahr
2016

Wissenswertes & hinter den Kulissen

/
Entstehung

Der Film basiert lose auf dem Sachbuch „Ils cherchent le paradis, ils ont trouvé l'enfer“ von Dounia Bouzar, die auch Gründerin des Centre de prévention contre les dérives sectaires liées à l'islam (CPDSI) ist.

Besetzung

Dounia Bouzar spielt im Film sich selbst und leitet dort ähnlich wie im echten Leben Gesprächsgruppen für Eltern radikalisierter Jugendlicher.

Dreh

Die Dreharbeiten begannen am 16. November 2015, nur wenige Tage nach den Terroranschlägen von Paris.

Dreh

Der Film wurde vor allem in Créteil gedreht, unter anderem am Lycée Léon Blum, in einem Einkaufszentrum und auf der Place Salvador Allende, sowie am Flughafen Orly.

Rezeption

Der Film feierte am 8. August 2016 beim Locarno Festival Premiere und lief dort in der Sektion Piazza Grande, wo Regisseurin Marie-Castille Mention-Schaar für den Variety Piazza Grande Award nominiert wurde.

Rezeption

Während der Film bei Filmkritikern gut aufgenommen wurde, kritisierten Fachleute für Dschihadismus ihn dafür, das Phänomen der Radikalisierung nicht realitätsgetreu darzustellen.

Rezeption

Noémie Merlant erhielt für ihre Rolle als Sonia 2017 eine César-Nominierung als beste Nachwuchsdarstellerin, gemeinsam mit Naomi Amarger auch eine Nominierung beim Prix Lumières in derselben Kategorie.

Wissenswertes

Der Film startete am 5. Oktober 2016 in den französischen Kinos und kam am 23. März 2017 auch in die deutschen Kinos.

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