Keine Verbindung

Das Böse unter der Sonne

Evil is everywhere. Even in paradise.

1982 · 117 min · Thriller
6.9 Mäßig
Thriller Krimi Mystery Drama

Broadway-Diva Arlena Marshall liegt erdrosselt am griechischen Strand. Meisterdetektiv Poirot nimmt die Hotelgäste unter die Lupe. Und: Jeder hätte ein Motiv! Der eifersüchtige Gatte etwa, oder Produzent Odell, in dessen Show die Tote nicht auftreten wollte. Selbst die nette Hotelchefin ist nicht ohne…

Originaltitel
Evil Under the Sun
Herkunftsland
🇬🇧 Vereinigtes Königreich
Jahr
1982

Wissenswertes & hinter den Kulissen

/
Entstehung

EMI Films plante die Verfilmung von 'Evil Under the Sun' bereits 1975 als Teil eines Sechs-Filme-Pakets im Wert von 6 Millionen Pfund, nachdem 'Mord im Orient-Express' ein großer Erfolg gewesen war. Das Projekt verzögerte sich jedoch unter anderem durch den Tod des vorgesehenen Drehbuchautors Paul Dehn im Jahr 1976.

Entstehung

Erst im März 1981 gab EMI-Produktionschef Barry Spikings offiziell grünes Licht für den Film, mit einem Budget von 10 Millionen Dollar, nachdem zuvor bereits 'Tod auf dem Nil' (1978) und 'Mord im Spiegel' (1980) als weitere Christie-Adaptionen realisiert worden waren.

Entstehung

Das Drehbuch von Anthony Shaffer wich von der Romanvorlage ab: Mehrere Nebenfiguren wurden gestrichen, die weibliche Figur Emily Brewster wurde in den männlichen Charakter Rex Brewster umgewandelt, und zwei Figuren wurden zur neuen Rolle Daphne Castle zusammengelegt. Zudem verlegte man die Handlung von der englischen Grafschaft Devon auf eine fiktive Adriainsel im Königreich Tyranien, das an Albanien angelehnt ist.

Besetzung

Peter Ustinov spielte hier zum zweiten Mal Hercule Poirot, nachdem er die Figur bereits vier Jahre zuvor in 'Tod auf dem Nil' verkörpert hatte. Er bezeichnete das Drehbuch von 'Evil Under the Sun' als besser und unterhaltsamer als das des Vorgängerfilms.

Besetzung

Maggie Smith und Jane Birkin wirkten sowohl in 'Tod auf dem Nil' als auch in 'Evil Under the Sun' mit, spielten dabei jedoch jeweils unterschiedliche Rollen. Denis Quilley und Colin Blakely waren zuvor bereits in 'Mord im Orient-Express' zu sehen gewesen.

Besetzung

Sylvia Miles orientierte sich bei ihrer Rolle als Broadway-Produzentin an der realen Produzentin Terry Allen Kramer, obwohl sie ihr nie persönlich begegnet war, sondern sich lediglich vorstellte, wie diese sein müsse.

Dreh

Regisseur Guy Hamilton schlug Mallorca als Drehort vor, da er selbst mehrere Jahre dort gelebt hatte. Für die Szenen in der 'Ladder Bay' (Cala Blanca) musste eigens Sand herangeschafft werden, da die Bucht von Natur aus keinen Sandstrand besitzt.

Dreh

Das als Daphnes Hotel genutzte Gebäude an der Cala d'en Monjo wurde später von der Inselregierung Mallorcas aufgekauft und bis auf die Grundmauern abgerissen, als das Gelände zum Naturpark erklärt wurde; Reste des Fundaments sind noch heute sichtbar.

Dreh

Peter Ustinov synchronisierte sich für die deutsche Fassung selbst und simulierte dabei extra einen französischen Akzent. Der Film ist einer von nur sieben Filmen in rund 50 Jahren, in denen der eigentlich sehr gut Deutsch sprechende Ustinov sich selbst synchronisierte, anders als noch vier Jahre zuvor bei 'Tod auf dem Nil'.

Musik

Der Filmsoundtrack besteht überwiegend aus Instrumentalversionen von Liedern des Komponisten Cole Porter. Einzige Ausnahme ist 'You're the Top', das im Film von Diana Rigg selbst gesungen wird.

Anspielungen

Als Hercule Poirot gegen Ende des Films ins Gästebuch des Hotels blickt, finden sich dort augenzwinkernd die Namen realer prominenter Persönlichkeiten wie Komponist Cole Porter, Schauspieler Ivor Novello und Chansonsänger Maurice Chevalier.

Rezeption

Laut EMI-Manager Nat Cohen blieb der Film hinter dem Erfolg der anderen beiden Poirot-Verfilmungen zurück, da mit Ustinov nur ein 'Grade A'-Star im Cast war und die Gagen der Schauspieler mittlerweile stark gestiegen waren.

Anspielungen

Der zugrunde liegende Roman wurde 2001 in der britischen Fernsehserie 'Agatha Christie's Poirot' erneut verfilmt, wobei die Handlung dort werkgetreu auf Burgh Island statt im Mittelmeerraum angesiedelt wurde.

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