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Napoleon

Il più colossale film del mondo

1927 · 235 min · Drama
7.8 Nische
Drama Historie Kriegsfilm

Der junge Napoleon erweist sich schon als Kind als geschickter Stratege, indem er eine Schneeballschlacht wie einen militärischen Feldzug organisiert. Wenig überraschend landet er beim Militär, wo er sich langsam nach oben arbeiten kann. Nachdem sich seine Hoffnungen, im Rahmen der Französischen Revolution die Unabhängigkeit seiner Heimat Korsika erreichen zu können, zerschlagen haben, trägt Napoleon mit zur Eroberung der aufständischen Hafenstadt Toulon bei, die sich mit den Engländern verbündet hatte. In den Wirren der Nachrevolutionszeit landet er vorrübergehend im Gefängnis, macht sich dann aber 1796 als Oberbefehlshaber der Armee auf, Italien zu erobern.

Originaltitel
Napoléon
Herkunftsland
🇫🇷 Frankreich
Jahr
1927

Wissenswertes & hinter den Kulissen

/
Entstehung

Abel Gance wollte ursprünglich keinen einzigen Film, sondern eine Serie von sechs bis acht Filmen über Napoleons gesamtes Leben drehen, von der Jugend bis zur Verbannung nach St. Helena. Aus Kostengründen konnte jedoch nur der erste Teil realisiert werden.

Entstehung

Die Idee zum Projekt kam Gance 1921, nachdem er David Wark Griffiths Film 'Geburt einer Nation' gesehen hatte; er sprach bei einer USA-Reise sogar persönlich mit Griffith darüber.

Entstehung

Während der Dreharbeiten ging der deutsche Finanzier Hugo Stinnes, einer der Hauptgeldgeber des Films, bankrott, was die Produktion im Juni 1925 zum Stillstand brachte. Gance konnte die Finanzierung erst Monate später durch die Société Générale de Films wieder in Gang bringen.

Besetzung

Für die Hauptrolle des Napoleon war ursprünglich Ivan Mosjoukine vorgesehen, der jedoch ablehnte, weil er sich nicht zwei Jahre lang exklusiv dem Projekt widmen konnte. Auch Edmond van Daële, Lupu Pick und René Fauchois waren für die Rolle im Gespräch.

Besetzung

Albert Dieudonné, der schließlich die Rolle des Napoleon spielte, hatte den Kaiser bereits 1913 auf der Theaterbühne verkörpert. Seine Darstellung war so prägend, dass ihm danach fast nur noch Napoleon-Rollen angeboten wurden.

Dreh

Für die Schneeballschlacht-Szene in Brienne löste Gance die Kamera von ihrem festen Stativ und schnallte sie einem Kameramann auf die Brust, damit dieser wie ein Mitkämpfer mitten im Getümmel filmen konnte.

Dreh

Insgesamt wurden für den Film 450.000 Meter Filmmaterial mit achtzehn Kameras gedreht, und der Schnitt nahm über ein Jahr in Anspruch.

Effekte

Gance entwickelte für den Film die 'Polyvision': drei Kameras projizierten gleichzeitig auf drei Leinwände, wodurch Breitbild-Effekte, Bildwiederholungen, verschiedene Blickwinkel derselben Szene oder symmetrische Spiegelbilder erzeugt werden konnten – ein Vorläufer späterer Breitwandformate wie Cinerama und CinemaScope, zwanzig Jahre vor deren Erfindung.

Effekte

Am Ende der Dreharbeiten im August 1926 drehte Segundo de Chomón unter Gances Regie einige Farbaufnahmen mit dem Keller-Dorian-Verfahren für die Sequenz des Aufbruchs der Italienarmee, die jedoch aus technischen Gründen nicht in dieser Form gezeigt werden konnten.

Rezeption

Nachdem Metro-Goldwyn-Mayer die Filmrechte kaufte, wurde der Film nach seiner Vorführung in voller Länge in London stark gekürzt und fand in den USA kaum Beachtung, da zu jener Zeit gerade die ersten Tonfilme aufkamen.

Rezeption

Kevin Brownlows erste Restaurierung wurde 1981 unter der Schirmherrschaft von Francis Ford Coppola in der Radio City Music Hall in New York gezeigt und brachte Abel Gance kurz vor seinem Tod verspätete Anerkennung.

Wissenswertes

Claude Lelouch und Kevin Brownlow zählten neunzehn verschiedene Fassungen des Films, während Francis Ford Coppola sogar dreiundzwanzig Versionen identifizierte – ein Beleg für die komplizierte Restaurierungsgeschichte des Werks.

Musik

Für die Tonversion von 1935 entwickelte Gance mit dem Konstrukteur André Debrie die 'Perspective sonore': Statt einer einzigen Tonquelle hinter der Leinwand wurden die Töne über 32 im Saal verteilte Lautsprecher wiedergegeben, um eine räumliche Klangdramaturgie zu erzeugen.

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