Der Schakal

Wie stoppt man einen Attentäter ohne Identität?

1997 · 124 min · Action
6.4 Mäßig
Action Krimi Thriller

Niemand kennt seine Identität, sein Ziel, seinen Zeitplan. Für ein Kopfgeld von 70 Millionen Dollar angeheuert, soll der Schakal eine der prominentesten Polit-Persönlichkeiten der Welt öffentlich töten. FBI und KGB setzen alles daran, das Attentat zu verhindern. Ihre Chancen dürftig. Der Killer ist zu schnell, zu wandlungsfähig, zu kaltblütig. Wo immer die Geheimdienste hinkommen, finden sie nur blutige Spuren. Ihre einzige Hoffnung ist jemand, der Gewalt aus erster Hand kennt und den Schakal womöglich identifizieren kann. Jemand wie der zu lebenslanger Haft verurteilte Ex-Terrorist Declan Mulqueen. Er gibt sein Wort, nicht zu flüchten. Wird er das Versprechen halten? Die Uhr tickt unerbittlich ...

Originaltitel
The Jackal
Herkunftsland
🇺🇸 Vereinigte Staaten
Jahr
1997

Wissenswertes & hinter den Kulissen

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Entstehung

Der Film sollte ursprünglich ebenfalls den Titel 'The Day of the Jackal' tragen, doch Autor Frederick Forsyth sowie Regisseur Fred Zinnemann und Produzent John Woolf des Originals von 1973 erwirkten eine gerichtliche Verfügung dagegen. Deshalb wurde der Film nur als 'inspiriert von' vermarktet und lediglich Kenneth Ross' Drehbuch von 1973 als Vorlage genannt.

Besetzung

Edward Fox, der den Killer im Original 'Der Schakal' von 1973 spielte, lehnte Berichten zufolge einen Cameo-Auftritt im Remake ab.

Entstehung

Chuck Pfarrer schrieb das erste Drehbuch, obwohl er zunächst ablehnte, tat dies aber, um vertragliche Verpflichtungen gegenüber Universal zu erfüllen. Kevin Jarre überarbeitete anschließend das Skript und fügte die Figur des IRA-Häftlings Declan Mulqueen hinzu, gespielt von Richard Gere.

Dreh

Regisseur Michael Caton-Jones gab zu, dass er das Drehbuch nie wirklich mochte, es sei stets zu lang gewesen, weshalb er den Film wesentlich im Schnitt gestaltete und viel Überflüssiges entfernte.

Dreh

Die Dreharbeiten fanden vom 19. August bis 30. November 1996 an zahlreichen internationalen Schauplätzen statt, darunter Chicago, South Carolina, Helsinki und Porvoo in Finnland, London, Montreal, Moskau, Virginia, Washington D.C. und Wilmington in North Carolina.

Dreh

Die klimatische Verfolgungsjagd in der Washingtoner U-Bahn wurde tatsächlich in der Metro Montreal gedreht, an den Stationen Lionel-Groulx und Radisson, mit einem Zug des Typs MR-63 mit Gummibereifung.

Dreh

Bei einer frühen Testvorführung jubelte das Publikum laut, als eine unschuldige, in einer Schwulenbar versteckte Figur erschossen wurde. Dies fiel GLAAD auf, woraufhin Entertainment-Direktorin Chaz Bono mit Produzent Sean Daniel sprach und die Szene neu geschnitten wurde; Bruce Willis setzte sich jedoch erfolgreich dafür ein, einen gleichgeschlechtlichen Kuss im Film zu behalten.

Anspielungen

Die im Film vom Schakal angeblich verwendete 'polnische Maschinenkanone ZSU-33' existiert in Wirklichkeit nicht.

Musik

Der Song 'Red Tape' der Band Agent Provocateur, den der Schakal im Garten laufen lässt, um abzulenken, ist auch auf dem Soundtrack-Album enthalten und wurde später in Kinotrailern zu 'Underworld' und 'Underworld: Evolution' verwendet.

Musik

Komponist Carter Burwell schrieb die Originalmusik, die nie offiziell auf CD veröffentlicht wurde, wobei er später einzelne Musikstücke auf seiner Website hochlud. Für ihn war das Projekt keine glückliche Erfahrung, da er das Drehbuch nicht mochte und den Remix seiner Musik durch Produzent Danny Saber missbilligte.

Rezeption

Der Film erhielt bei Rotten Tomatoes nur 24% positive Bewertungen und war finanziell mit 159,3 Millionen Dollar bei einem Budget von 60 Millionen Dollar dennoch ein kommerzieller Erfolg. Roger Ebert nahm ihn in seine Liste der schlechtesten Filme des Jahres 1997 auf und bezeichnete ihn als plumperen, verdummten Abklatsch des Originals.

Rezeption

Bei den Stinkers Bad Movie Awards 1997 erhielt Richard Gere eine Nominierung für den schlechtesten falschen Akzent, verlor jedoch gegen Jon Voight für 'Anaconda' und 'Most Wanted'.

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