Dick und Doof - Gespenst an Bord

1934 · 21 min · Komödie
7.2 Nische
Komödie

Die beiden Fischmarkt-Arbeiter Stan und Ollie werden in einer Bar von einem Schiffskapitän überredet, für ihn für einen Dollar pro Kopf eine Crew zu shanghaien. Zuerst erfolgreich werden dann die Jungs selber geshanghaiet, und die Mannschaft gelobt Rache.

Originaltitel
The Live Ghost
Herkunftsland
🇺🇸 Vereinigte Staaten
Jahr
1934

Wissenswertes & hinter den Kulissen

/
Entstehung

Das ursprüngliche Drehbuch war deutlich morbider als der fertige Film: In der geschriebenen Vorlage wollten Stan und Ollie am Anfang keinen Ausflug machen, sondern gemeinsam Selbstmord begehen, bevor der Kapitän sie anwarb.

Entstehung

In der Urfassung des Drehbuchs banden sich Stan und Ollie gegenseitig ein Seil mit einem Stein um den Hals, um sich ins Wasser zu stürzen – erst in der Endfassung wurde diese Szene durch eine harmlose Angel-Szene ersetzt.

Entstehung

Die Handlung weist Ähnlichkeiten zum Stummfilm 'Shanghaied' von 1915 mit Charlie Chaplin auf, den Jess Robbins für Essanay Studios produzierte, und gilt als mögliche Inspirationsquelle.

Entstehung

Obwohl Harley M. Walker oft als Drehbuchautor genannt wird, hatte er die Hal Roach Studios bereits im Juli 1932 verlassen, mehr als zwei Jahre bevor die Produktion begann; das Drehbuch entstand vermutlich in Zusammenarbeit von Hal Roach, Stan Laurel und den hauseigenen Gag-Autoren zwischen Ende Oktober und Anfang November 1934.

Dreh

Die Dreharbeiten in den Hal Roach Studios in Culver City dauerten nur eine Woche und waren bis zum 14. November 1934 abgeschlossen, sodass nur gut drei Wochen für Schnitt, Tonbearbeitung und Kopienversand bis zur Premiere am 8. Dezember blieben.

Besetzung

Oliver Hardys Zwillingsnichten Margot und Mary Sage aus Georgia, damals 22 Jahre alt, reisten kurz vor Drehbeginn nach Los Angeles, um Filmkarriere zu machen; ihr Onkel verschaffte ihnen kleine Statistenrollen in der Bar-Szene des Films.

Besetzung

Die Rolle der Maisie, gespielt von Mae Busch, war im ursprünglichen Drehbuch noch gar nicht vorgesehen und wurde erst später in die Handlung eingefügt.

Rezeption

Zeitgenössische Kritiken in Fachblättern wie Boxoffice, Film Daily und Variety fielen 1934/35 überwiegend positiv aus und lobten vor allem die Slapstick-Szenen an Bord des Geisterschiffs sowie die Regie.

Rezeption

Spätere Filmhistoriker sind sich uneinig: Während Randy Skretvedt den Film als 'vielleicht die beste' der Horror-Komödien von Laurel und Hardy bezeichnet, hält Jonathan Sanders ihn für 'wahrscheinlich die schwächste' dieser Reihe und nennt sie 'kindisch'.

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