Keine Verbindung

Shoplifters - Familienbande

Sometimes you choose your family.

2018 · 120 min · Drama
8.1 Mäßig
Drama Krimi Thriller

In einer kalten Nacht begegnet das diebische Vater-Sohn-Gespann Osamu Shibata und Shota der kleinen Yuri. Sie ist verwahrlost und halb erfroren und so nimmt Osamu sie kurzerhand mit nach Hause. Nach anfänglichen Bedenken seiner Frau Nobuyo ist bald die ganze Familie, zu der auch noch Großmutter Hatsue und Halbschwester Aki gehören, begeistert von dem charmanten Neuzugang und Yuri lebt sich schnell bei der bunten Truppe, die sich mit Gaunereien und Diebstählen über Wasser hält, ein. Eines Tages wird diese Harmonie jedoch durch einen Vorfall empfindlich gestört und der Zusammenhalt der Familie durch unvorhergesehen Enthüllungen auf die Probe gestellt…

Originaltitel
万引き家族
Herkunftsland
🇯🇵 Japan
Jahr
2018

Wissenswertes & hinter den Kulissen

/
Entstehung

Regisseur Hirokazu Koreeda ließ sich von einem realen Fall inspirieren, bei dem eine Familie den Tod eines Elternteils nicht meldete, um weiterhin dessen Rente unrechtmäßig zu beziehen. Er entwickelte die Idee fast zehn Jahre lang, bevor der Film entstand.

Entstehung

Während der Dreharbeiten trug der Film noch nicht den Titel „Shoplifters“, sondern hieß „Sag es laut“ (声に出して呼んで), da im Drehbuch der Wunsch des Protagonisten im Vordergrund stand, von den Kindern „Papa“ und „Mama“ genannt zu werden.

Dreh

Laut Hauptdarsteller Lily Franky war das Haus der Familie Shibata keine Filmkulisse, sondern ein tatsächlich existierendes, verlassenes Gebäude.

Dreh

Die Strandszene der Familie wurde am Ohara-Strand in der Stadt Isumi in der Präfektur Chiba gedreht, während der Hauptschauplatz des Films der Stadtbezirk Arakawa in Tokio war, unter anderem die Einkaufsstraße Joyful Minowa.

Rezeption

Shoplifters gewann 2018 als erster japanischer Film seit Shōhei Imamuras „Die Aal“ (1997) nach 21 Jahren die Goldene Palme in Cannes.

Rezeption

Nach dem Gewinn der Goldenen Palme stieg die Zuschauerzahl in Japan bis zum 4. Juli auf über 2,65 Millionen mit einem Einspielergebnis von über 3,2 Milliarden Yen; ohne den Preis wurden nur etwa 700 Millionen Yen erwartet.

Rezeption

Der Erfolg in Cannes löste eine politische Debatte in Japan aus, da Premierminister Shinzō Abe dem Regisseur – anders als bei anderen internationalen Auszeichnungen japanischer Persönlichkeiten – keine öffentliche Gratulation aussprach, was von französischen und US-amerikanischen Medien wie Le Figaro und The Hollywood Reporter kritisch kommentiert wurde.

Rezeption

Koreeda lehnte es ab, sich von Behörden oder Politikern für den Preis feiern zu lassen, und veröffentlichte dazu eine Erklärung, in der er betonte, Distanz zur staatlichen Macht wahren zu wollen; ein persönliches Treffen mit dem japanischen Bildungsminister lehnte er wegen Zeitmangels ab.

Rezeption

In Japan wurde der Film in sozialen Medien auch kritisiert, weil er angeblich „die Schande Japans“ zeige und kriminelles Verhalten verharmlose, obwohl er mit staatlichen Fördergeldern realisiert wurde; Koreeda verteidigte sich mit dem Verweis auf europäische Filmtraditionen, in denen Kritik an der Obrigkeit trotz staatlicher Förderung üblich sei.

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Paink42

vor 1 Woche

Rezension ★ 8

Palme d'or 2018 amplement méritée pour ce drame social qui, même si je ne suis pas toujours très fan de ce genre, arrive parfaitement à mêler drame et humour. Traitant de la pauvreté dans une société qui ne laisse pas d'autres choix à ces personnes de vivre du larcin, la synergie familiale et l'émotion qui s'en dégage fait de ce film une oeuvre absolument brillante. La scène des oranges est d'ailleurs une des scènes les plus traumatisantes vue récemment.

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