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RoboCop

Das Gesetz in der Zukunft

1987 · 102 min · Action
7.8 Mäßig
Action Thriller Science Fiction

Detroit in naher Zukunft. Die Kriminalitätsrate ist drastisch angestiegen. Eine Lösung bietet das RoboCop-Programm der Firma Omni, die auch die Polizei übernommen hat. Als der Polizist Murphy von Bandenchef Clarence und seinen Männern zusammengeschossen wird, verwandelt man den Körper des Toten in eine stählerne, hochgerüstete Law & Order-Maschine. Obwohl perfekt programmiert, ist seine Erinnerung nicht vollständig ausgelöscht worden. Murphy macht sich auf die Suche nach seinen Mördern und entdeckt, daß der Drahtzieher hinter Clarance' Verbrechen, Jones, in der Chefetage von Omni sitzt. Nachdem Murphy Clarence ausgeschaltet hat, kann er auch Jones töten.

Herkunftsland
🇺🇸 Vereinigte Staaten
Jahr
1987

Wissenswertes & hinter den Kulissen

/
Entstehung

Drehbuchautor Edward Neumeier entwickelte die Idee zu RoboCop, während er inoffiziell am Set von Blade Runner (1982) mitarbeitete, um das Filmemachen zu lernen. Danach schrieb er innerhalb weniger Nächte ein 40-seitiges Konzept.

Entstehung

Neumeier ließ seine Hauptfigur bewusst früh im Film sterben – inspiriert von Alfred Hitchcocks Psycho (1960), dessen Hauptfigur ebenfalls früh getötet wird.

Entstehung

Die Satire des Films richtet sich gegen die US-Geschäftskultur der 1980er-Jahre und die Reaganomics-Politik; die ED-209-Fehlfunktion im Sitzungssaal basiert auf Neumeiers Tagträumen über einen Roboter, der ins Meeting stürmt und alle tötet.

Entstehung

Die Regie-Suche dauerte sechs Monate, da viele Kandidaten wegen des Filmtitels absagten; unter anderem wurden David Cronenberg und Alex Cox angefragt, bevor Paul Verhoeven engagiert wurde.

Entstehung

Paul Verhoeven lehnte das Drehbuch zunächst zweimal ab, weil er die satirische Ebene wegen mangelnder Englischkenntnisse nicht verstand; erst seine Frau Martine überzeugte ihn, dem Skript eine Chance zu geben, indem sie ihm die 'Seele' der Geschichte erklärte.

Besetzung

Für die Rolle des Alex Murphy/RoboCop wurden unter anderem Arnold Schwarzenegger, Rutger Hauer und Michael Ironside in Betracht gezogen, galten aber als zu muskulös für das RoboCop-Kostüm – man befürchtete, sie würden wie der Michelin-Mann aussehen.

Besetzung

Peter Weller trainierte monatelang mit dem Mimen Moni Yakim und trug ein American-Football-Trikot, um sich an die eingeschränkte Bewegungsfreiheit des künftigen Kostüms zu gewöhnen.

Besetzung

Nancy Allen musste sich für die Rolle der Anne Lewis die Haare achtmal schneiden lassen, da Verhoeven einen kurzen, weniger sexualisierten Look wollte, und absolvierte zur Vorbereitung ein Polizeitraining.

Besetzung

Kurtwood Smiths Figur Clarence Boddicker trug im Skript eine Brille, damit er wie der NS-Funktionär Heinrich Himmler aussehen sollte – Smith selbst wusste davon nichts.

Dreh

Peter Weller verlor während der Dreharbeiten wegen der Hitze in Dallas (bis zu 46 °C) bis zu 1,4 kg Gewicht pro Tag durch Schwitzen im RoboCop-Kostüm.

Dreh

Weller und Verhoeven gerieten während der Dreharbeiten so heftig aneinander, dass Weller kurzzeitig gefeuert wurde und Lance Henriksen als Ersatz im Gespräch war – da das Kostüm aber für Weller gebaut war, kehrte er zurück.

Dreh

Eine geplante Explosion in Deep Ellum geriet größer als vorgesehen; Kurtwood Smith musste seinen brennenden Mantel ausziehen, und die beteiligten Darsteller erhielten zusätzliche 400 Dollar Stuntgage.

Dreh

Bei einer Explosion an einer Shell-Tankstelle im Arts District wusste die Anwohnerschaft nichts von den Dreharbeiten und rief die Feuerwehr; ein geplanter Gag, bei dem das Schild in Flammen 'hell' anstatt 'Shell' zeigen sollte, wurde letztlich nicht verwendet.

Effekte

Für Murphys brutale Ermordung wurde eine detaillierte, von vier Puppenspielern gesteuerte Nachbildung von Wellers Oberkörper mit einem präparierten Gesichtsabguss und Blutkapseln gebaut, deren Auslösung mit dem Abzug von Kurtwood Smiths Waffe synchronisiert war.

Effekte

Die schmelzende Emil-Figur wurde vom Film The Incredible Melting Man (1977) inspiriert; für die Filmszene, in der sein Körper über die Windschutzscheibe läuft, wurden rohes Hühnchenfleisch, Suppe und Bratensoße verwendet.

Effekte

Das RoboCop-Kostüm brauchte sechs Monate Bauzeit, es entstanden sieben Versionen (darunter eine feuerfeste), und ihr Gewicht wird je nach Quelle mit 11 bis 36 kg angegeben.

Effekte

Der ED-209-Roboter wurde als vollartikuliertes Fiberglasmodell mit 2,1 Metern Höhe und 140 bis 230 kg Gewicht gebaut; sein Brüllen wurde aus dem Ruf eines Leoparden erzeugt, und Designer Craig Davies verzichtete bewusst auf Augen, damit die Maschine nicht sympathisch wirkt.

Rezeption

Der Film erhielt von der MPAA zunächst ein X-Rating und musste laut Verhoeven achtmal überarbeitet werden, um ein R-Rating zu erhalten; eine besonders brutale Szene mit dem sich auflösenden Emil wurde trotz Zensurbedenken beibehalten, da sie bei Testvorführungen die größten Lacher erzielte.

Rezeption

RoboCop spielte bei einem Budget von etwa 13,7 Millionen Dollar rund 53,4 Millionen Dollar an den nordamerikanischen Kinokassen ein und galt als einer der Überraschungserfolge des Sommers 1987.

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