Keine Verbindung

Paganini

1990 · 85 min · Drama
5.3 Nische
Drama Musik

Der Film spielt im Europa des 19. Jahrhunderts und begleitet schemenhaft den Violinisten und Komponisten Niccolò Paganini. Den Ausgangspunkt bildet ein Konzert, in dem die Wirkung von Paganinis Musik auf das weibliche Geschlecht deutlich gemacht werden soll. Es schließt sich eine Bilderflut an, die sich hauptsächlich mit der unersättlichen Begierde Paganinis nach Frauen und seinem langsamen Verfall beschäftigt. Der umjubelte Musiker ist chronisch pleite und sein Lebensstil ist gerade der Kirche ein Dorn im Auge. Seine innere Unruhe treibt ihn von Stadt zu Stadt. Sein einziger Ruhepunkt ist sein Sohn Achille. Von ehrlicher Liebe erfüllt, bleibt Achille ihm bis zum Tode treu. Der Film geht nicht biographisch vor. Vielmehr zeigt er die Darstellung der Person Paganini aus Kinskis Sichtweise. Kinski Paganini ist der letzte vollendete Film Klaus Kinskis. Kinski, der das Drehbuch verfasste, spielte die Hauptrolle und übernahm auch die Regie und den Schnitt des Films.

Herkunftsland
🇮🇹 Italien · 🇫🇷 Frankreich
Jahr
1990

Wissenswertes & hinter den Kulissen

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Entstehung

Klaus Kinski interessierte sich bereits seit den 1950er Jahren für den Stoff um Niccolò Paganini, bevor er das Projekt erst Ende der 1980er Jahre tatsächlich realisieren konnte.

Entstehung

Kinski bat Werner Herzog mehrfach, bei dem Film Regie zu führen, doch Herzog lehnte ab, da er das Drehbuch für 'unverfilmbar' hielt.

Besetzung

Es handelt sich um Klaus Kinskis einzige Regiearbeit sowie um seinen letzten vollendeten Film als Schauspieler.

Besetzung

Paganinis Geliebte und sein Sohn im Film wurden tatsächlich von Kinskis damaliger Lebensgefährtin Debora Caprioglio und seinem echten Sohn Nikolai Kinski gespielt.

Dreh

Die Dreharbeiten dauerten siebeneinhalb Wochen, wobei die Szenen meist ohne Unterbrechung durchgespielt und gleichzeitig von zwei Kameras aufgenommen wurden, was insgesamt 45 Stunden belichtetes Filmmaterial ergab.

Dreh

Anfang 1988 erstellte Kinski in nur fünf Wochen den ersten Rohschnitt des Films.

Rezeption

Die knapp zweistündige Rohschnittversion wurde den Filmfestspielen von Cannes angeboten, die sie jedoch als zu brutal und pornografisch ablehnten, was Kinski zu einer wutentbrannten Pressekonferenz vor Ort veranlasste.

Rezeption

Kinski musste sich dem Wunsch seiner Produzenten beugen und eine kürzere, 'spielbare' Fassung von eineinhalb Stunden erstellen; dennoch kam der Film nur in Japan regulär in die Kinos, während Kinski die Originalfassung am 17. Dezember 1989 auf eigene Kosten in der Pariser Oper zeigte.

Wissenswertes

In der italienischen Fassung synchronisierte sich Kinski trotz deutlicher Ausspracheschwierigkeiten selbst.

Musik

Die Musik des Films wurde von Salvatore Accardo eingespielt und dirigiert.

Kultzitate

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Io non interpreto Paganini, io sono Paganini, così come sono stato Rimbaud, Aguirre, Nosferatu, Fitzcarraldo, Villon, Woyzeck.

Klaus Kinski Aussage über seine Rolle

Paganini, vi saluta. Andate a casa, a cena. (Niccolò)

Niccolò Paganini Nach einem Konzert

Le melodie nascono dal fuoco, dalle zolle, dalle onde, dall'aria. Il cielo d'Italia è pervaso dal fuoco. L'Italia è il paese del fuoco. (Niccolò)

Niccolò Paganini Über die Musik Italiens

In Italia c'è musica dappertutto. Nella terra, nel mare. Nelle Alpi, nel cielo. Nelle case dei poveri, nei palazzi dei ricchi. (Niccolò)

Niccolò Paganini Über die Musik Italiens

Sì, adesso fai la nanna. Il violino veglia su di te. Il violino è come un cucciolotto. Non ti pare che il violino sia come un cucciolotto? (Niccolò)

Niccolò Paganini Zärtliches Gespräch mit der Geige

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