Keine Verbindung

Das deutsche Kettensägenmassaker

Sie kamen als Freunde und wurden zu Wurst

1990 · 63 min · Komödie
4.0 Nische
Komödie Thriller Horror

Clara will die DDR verlassen. Nachdem sie ihren Mann getötet hat, macht sie sich auf in Richtung Westen, um ihren Freund zu treffen. Ihr Stelldichein wird gestört von einer offensichtlich wahnsinnigen Metzgerfamilie, die geflohene 'Ostler' im wahrsten Sinne des Wortes verwurstet und in ihrem Hotel zum Verkauf feilbietet. Claras Freund wird niedergemetzelt, sie selbst gerät in die Hände der lesbischen Margit. Schließlich gelingt Clara, nicht zuletzt dank der Hilfe ihres zwar grausam entstellten, aber dennoch überaus lebendigen Freundes die Flucht. Zuvor richtet sie ein Blutbad unter der Metzgerfamilie an.

Herkunftsland
🇩🇪 Deutschland
Jahr
1990

Wissenswertes & hinter den Kulissen

/
Entstehung

Christoph Schlingensief kam auf die Idee zu dem Film, nachdem er Raubkopien von The Texas Chain Saw Massacre und dessen Fortsetzung gesehen hatte, die beide in Deutschland verboten waren. Besonders der zweite Film beeindruckte ihn durch seinen Bilderreichtum und seine Doppeldeutigkeiten.

Entstehung

Schlingensief schrieb das Drehbuch innerhalb weniger Tage direkt nach der deutschen Wiedervereinigung, um die Ereignisse satirisch zu verarbeiten.

Entstehung

Der Film ist der zweite Teil von Schlingensiefs Deutschland-Trilogie, die außerdem 100 Jahre Adolf Hitler – Die letzte Stunde im Führerbunker und Terror 2000 – Intensivstation Deutschland umfasst.

Anspielungen

Der Titel spielt bewusst überdeutlich auf die Horror- und Splatterfilmreihe The Texas Chainsaw Massacre an.

Wissenswertes

In den USA lief der Film unter dem Titel Blackest Heart, während im britischen Verleih der Titel The German Chainsaw Massacre verwendet wurde.

Wissenswertes

Die Kinopremiere in Deutschland fand am 29. November 1990 statt, und am 16. Februar 1991 präsentierte Schlingensief den Film auf der Berlinale.

Rezeption

Time Out lobte den Film als abrasiv, unerbittlich, grausam komisch und angenehm verrückt. Sean Leonard von HorrorNews.net bezeichnete ihn als kunstvollen, blutigen Horrorfilm in der Tradition von Tobe Hoopers Klassiker, versehen mit pointierter Gesellschaftskritik.

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