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Ghost in The Shell

Seine Stimme hat er gefunden – Jetzt sucht er einen Körper

Anime 1995 · 82 min · Action
7.9 Mäßig
Action Animation Science Fiction

Im Jahre 2029 ist es normal, sich einzelne Körperteile durch künstliche Komponenten ersetzen zu lassen. Diese Bestandteile befähigen die Menschheit, nahezu alle Grenzen des Fleisches und des Geistes zu überwinden. Einige Menschen besitzen gar nur noch eine Biokapsel als Körper, genannt „Shell“, und lediglich ein Rest an ursprünglichen Gehirnzellen definieren den „Ghost“, der Identität und Persönlichkeit eines Individuums erhält. Dies macht die Bedrohung durch einen Computer-Hacker namens „Puppenspieler“ umso akuter, da er in der Lage ist, die Firewalls der „Ghosts“ zu überwinden und sie nach seinen Vorstellungen zu verändern. Majorin Motoko Kusanagi vom japanischen Geheimdienst Sektion 9 ist ebenfalls betroffen und macht sich auf die Jagd nach dem Cyber-Verbrecher.

Herkunftsland
🇯🇵 Japan
Jahr
1995

Wissenswertes & hinter den Kulissen

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Entstehung

Oshii lebte damals in einem in Atami gebauten Haus und kämpfte mit der Rückzahlung seines Hauskredits, als Produzent Mitsuhisa Ishikawa ihm das Projekt anbot; Oshii sagte spontan zu, auch um seine Schulden zu tilgen.

Entstehung

Ursprünglich sollte der Film als OVA erscheinen, doch Kodansha betrachtete ihn als 'OVA in Kinofilmqualität', weshalb er zunächst in Kinos gezeigt und erst später als OVA auf VHS/LaserDisc veröffentlicht wurde.

Entstehung

Oshii ließ sich von Masamune Shirow ausdrücklich die Erlaubnis geben, Charaktere und Designs des Mangas zu verändern, da er der Meinung war, ein Werk, das nur dem Originalautor gefällt, mache weder Manga noch Anime glücklich.

Entstehung

Die Finanzierung erfolgte über ein Produktionskomitee aus Kodansha, Bandai Visual und dem neu gegründeten Label Manga Entertainment der Plattenfirma PolyGram, wodurch ein für ein einzelnes Studio unmögliches Budget zusammenkam.

Besetzung

Regisseur Steven Spielberg sicherte sich 2008 die Filmrechte für eine Realverfilmung, die neun Jahre später als Ghost in the Shell (2017) mit Scarlett Johansson unter der Regie von Rupert Sanders erschien; Kodansha und Production I.G verkauften die Realfilmrechte unabhängig von der Anime-Vorlage direkt nach dem Manga.

Dreh

Aus dramaturgischen und produktionstechnischen Gründen strich Oshii die im Manga vorkommenden intelligenten Panzerfahrzeuge 'Fuchikoma' komplett; Animator Atsushi Takeuchi, der bereits heimlich Designs dafür gezeichnet hatte, war darüber schockiert.

Dreh

Für die Waffendesigns reiste das Hauptteam nach Hongkong und Guam, um echte Schusswaffen probezuschießen und den Unterschied zwischen echten Waffen und Modellwaffen am eigenen Leib zu erfahren; die Entwicklung der Waffendesigns dauerte etwa vier Monate.

Dreh

Während der Produktion war im Team das Videospiel 'Virtua Fighter' sehr beliebt, und die Crew ging in den Pausen oft in Spielhallen; Oshii ließ sich davon für die Bewegungsabläufe der Charaktere mit optischer Tarnung inspirieren.

Dreh

Für die Animation des mehrbeinigen Panzers fing Animator Mitsuo Iso eine lebende Spinne, setzte sie in ein Becherglas und beobachtete einen ganzen Tag lang die komplexen Bewegungen und Gewichtsverlagerungen ihrer Beine.

Musik

Ursprünglich sollten bulgarische Sängerinnen den Hauptgesang einspielen, doch da die Sängerinnen vor Ort keine Noten lesen konnten, kam es nicht zur Aufnahme; stattdessen übernahm die japanische Volksliedgruppe Nishida Kazue Shachū den Gesang, da sie westliche Notation lesen konnte.

Musik

Komponist Kenji Kawai musste auf Oshiis Wunsch hin auf westliche Klänge komplett verzichten und stattdessen auf traditionelle japanische und balinesische Gamelan-Musik setzen; Oshii kritisierte Kawais übliche Streicherphrasen offen als 'kitschig'.

Anspielungen

James Cameron äußerte sich begeistert über den Film und gab an, dass sein eigener Film Avatar davon beeinflusst wurde, insbesondere die Idee, Körper und Geist getrennt agieren zu lassen.

Anspielungen

Die Wachowski-Geschwister bezeichnen sich als große Fans von Ghost in the Shell und sagten Produzent Joel Silver, dass sie mit Matrix im Grunde eine Realverfilmung des Anime schaffen wollten; zahlreiche visuelle Elemente wie der grüne Matrix-Code, der Stecker im Hinterkopf oder die zersplitternde Betonwand bei der Landung stammen aus Ghost in the Shell.

Rezeption

In den USA erreichte der Film 1996 Platz 1 der wöchentlichen Billboard-Videoverkaufscharts, und weltweit wurden rund 1,3 Millionen Video- und DVD-Exemplare verkauft.

Wissenswertes

Bei der englischen Synchronisation saßen Oshii und eine Übersetzerin drei Tage lang in einem Konferenzraum, da subtile japanische Nuancen wie neutrale Pronomen ('so ein Ding') im Englischen kaum wiederzugeben waren und die Übersetzung dadurch direkter ausfiel als das Original.

Kultzitate

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„Träume ergeben erst einen Sinn, wenn man in der Realität für sie kämpft; wer sich aber nur an fremden Träumen bewegt, statt sein eigenes Leben zu leben, ist so gut wie tot.“

Motoko Kusanagi Über den Sinn von Träumen und Leben

"Sämtliche Informationen, die ein Mensch in seinem Leben sammelt, sind wie ein Tropfen im Ozean."

Batou Über die Vergänglichkeit menschlicher Erinnerungen

"Dort, wo das Wasser flach fließt, fließt auch das Herz der Menschen flach."

Hideo Kuze Über den Zustand der menschlichen Seele

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