North & South

A passionate tale of love across the social divide

2004 · 1 Staffel · Drama
8.1 Mäßig

Serie abgeschlossen

Zum Folgen anmelden
Drama

Der Film spielt um 1850 im viktorianischen England vor dem Hintergrund der Industriellen Revolution. Während dieser Zeit verlor der vorwiegend südenglische Landadel, der von den Einkünften seiner Güter und Grundstücke lebte, an gesellschaftlicher Bedeutung, während der „Industrieadel“, die reich gewordenen Fabrikbesitzer aus Nordengland, zunehmend zahlreicher und politisch einflussreicher wurde. Der Film schildert das Aufkommen der ersten Gewerkschaften mit einiger Sympathie, folgt aber Gaskells konservativer bzw. reformistischer Perspektive und predigt die Versöhnung der Klassengegensätze. Kooperativen, nicht Gewerkschaften, Kooperation, nicht Konfrontation werden als die Lösung der brennenden sozialen Probleme präsentiert.

Herkunftsland
🇬🇧 Vereinigtes Königreich
Jahr
2004
Erstellt von
Elizabeth Gaskell, Sandy Welch
Sender
BBC One
Studio
BBC

Wissenswertes & hinter den Kulissen

/
Besetzung

Daniela Denby-Ashe hatte sich ursprünglich nicht für die Rolle der Margaret Hale, sondern für die der Fanny Thornton beworben. Ihre Direktheit, Energie und Chemie mit Richard Armitage überzeugten die Produzenten schließlich, ihr die weibliche Hauptrolle zu geben.

Besetzung

Richard Armitage war der erste Schauspieler, der für die Rolle des John Thornton vorsprach, doch die Produzenten sahen sich noch viele weitere Kandidaten an. Erst drei Wochen später, bei einer Sichtung der ersten Vorsprechen, erkannte die Castingdirektorin Jill Trevellick, dass Armitage „perfekt“ war.

Entstehung

Drehbuchautorin Sandy Welch begann 2001 mit der Adaption des Romans und fügte Änderungen hinzu, etwa den Besuch der Weltausstellung von 1851 sowie den Beginn und das Ende der Geschichte mit Zugfahrten. Sie war überzeugt, dass Elizabeth Gaskell diese Änderungen selbst vorgenommen hätte, wenn sie unter dem Zeitdruck ihres Herausgebers Charles Dickens nicht so schnell hätte schreiben müssen.

Dreh

Die Dreharbeiten dauerten von Ende April bis Juli 2004, also etwa 12,5 Wochen. Hauptdrehorte waren Edinburgh, Keighley in West Yorkshire und London, wobei Edinburgh für die meisten Außenaufnahmen der fiktiven Stadt Milton diente, da es viel viktorianische Architektur bewahrt hat.

Dreh

Für die Baumwollspinnerei Marlborough Mills wurden drei verschiedene Drehorte kombiniert: die Außenaufnahmen entstanden an der Dalton Mill in Keighley, während die Innenaufnahmen im Queen Street Mill in Burnley und im Helmshore Textile Museum in Rossendale gedreht wurden.

Dreh

Das zweistöckige Haus der Familie Hale mit komplettem Treppenhaus wurde eigens in den Ealing Studios in London neu errichtet, und die Küche der Hales diente im Film auch als Wohnung der Familie Higgins.

Dreh

Die gelben Rosen, die das Pfarrhaus in Helstone umranken, waren allesamt künstlich und mussten in stundenlanger Kleinarbeit angebracht werden. Zudem wurden die Grüntöne der Anfangsszenen in Helstone verstärkt und die Farben in Milton gedämpft, um den Kontrast zwischen Süden und Norden zu betonen, der sich im Laufe des Films allmählich angleicht.

Dreh

Die Eröffnungsszene, in der Margaret zum ersten Mal nach Milton reist, war paradoxerweise die letzte Szene, die gedreht wurde. Die abschließende Bahnhofsszene wurde mit nur einem Zug gedreht, wobei an einem Tag die Aufnahmen der einen Bahnsteigseite und am nächsten Tag die der Gegenseite entstanden.

Dreh

Die berühmte Kussszene am Bahnhof wurde aus jeder der vier Kamerapositionen drei- bis viermal gedreht. Die Treppen-Szene, in der Margaret von Thornton beobachtet wird, trägt intern den Spitznamen „300-Meilen-Blick“, da die Treppe in Edinburgh gefilmt wurde, das Fenster mit Thorntons Blick jedoch in London.

Besetzung

Tim Pigott-Smith, der in dieser Verfilmung den Vater Mr. Hale spielt, verkörperte in der BBC-Verfilmung von 1975 noch die Rolle des Sohnes Frederick Hale.

Musik

Martin Phipps komponierte die Filmmusik, deren kurzes Klavierthema in unterschiedlichen Rhythmen durch die gesamte Serie hindurch erklingt und besonders laut und deutlich bei Wendepunkten in der Beziehung zwischen Margaret und Thornton eingesetzt wird.

Rezeption

Die BBC hatte nur geringe Erwartungen an die Serie und bewarb sie kaum, doch Stunden nach Ausstrahlung der ersten Folge stürzte das Forum der Serien-Website wegen des großen Besucherandrangs ab. Der plötzliche Erfolg wurde vor allem dem bis dahin wenig bekannten Richard Armitage zugeschrieben, dessen Darstellung des zurückhaltenden John Thornton Parallelen zu Colin Firths Mr. Darcy in der BBC-Serie „Pride and Prejudice“ von 1995 zog.

Rezeption

North & South wurde bei der Online-Zuschauerwahl der BBC 2004 zum „Besten TV-Drama“ gewählt, Richard Armitage zum „Begehrtesten Drama-Star“ und „Besten Schauspieler“ sowie Daniela Denby-Ashe zur „Besten Schauspielerin“ gekürt. Die Schlussszene gewann zudem den ersten Platz unter den „Lieblingsmomenten“ des Jahres.

Wissenswertes

Die deutsche DVD-Fassung von 2006 wurde gegenüber dem englischen Original um etwa 25 Minuten gekürzt, wobei 54 Szenen ganz oder teilweise geschnitten wurden, darunter fast alle Szenen mit Fanny Thornton. Erst 2010 erschien unter dem Titel „North & South (Langfassung)“ auch die ungekürzte deutsche Version.

Was die Leute dazu sagen (0)

Melde dich an um deine Meinung zu teilen.

Noch keine Rezensionen.

Noch nichts. Starte die Diskussion!

Neue Version verfügbar

Ein Update von Seenr wurde gerade veröffentlicht. Lade neu, um es zu nutzen.