Die Abenteuer des Sherlock Holmes

Anime 1984 · 1 Staffel · Action & Abenteuer
7.1 Mäßig

Serie abgeschlossen

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Action & Abenteuer Animation Familie Episodic Detective Anthropomorphism Foreign Police Primarily Animal Cast

Stets ist der Meisterdetektiv Sherlock Holmes und sein Partner Dr. Watson darum bemüht, die finsteren Pläne des durchtriebenen Professor Moriarty zu durchkreuzen. Der hält sich für ein Genie, ist aber immer leicht aufbrausend, wenn es um seine beiden trotteligen Mitarbeiter geht. Der Meisterdetektiv besticht in diesem Anime weniger durch seine Kombinationsgabe, sondern vielmehr durch seine Tatkraft, was sich durch wilde Verfolgungsjagden bemerkbar macht.

Originaltitel
名探偵ホームズ
Herkunftsland
🇯🇵 Japan
Jahr
1984
Studio
Tokyo Movie Shinsha
Sender
HTB · tv asahi · Rai 1 · Nagoya TV

Wissenswertes & hinter den Kulissen

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Entstehung

Die Serie war eine italienisch-japanische Koproduktion: Der italienische Sender RAI beauftragte die private Produktionsfirma REVER, die wiederum das japanische Studio Tokyo Movie Shinsha (TMS) zur gemeinsamen Produktion gewinnen konnte. Die eigentliche Animation entstand beim TMS-Tochterstudio Telecom Animation Film.

Entstehung

Regisseur Hayao Miyazaki wollte für die Drehbücher bewusst keine Profi-Autoren, sondern völlige Neulinge einsetzen. Er ließ Studenten der Filmhochschule der Nihon-Universität in einer Art Casting Plots schreiben, wodurch Sunao Katabuchi und Toshiya Itō ihr Drehbuch-Debüt gaben.

Entstehung

Die Produktion wurde 1982 nach nur sechs fertiggestellten Folgen unterbrochen. Als Grund galten ungeklärte Rechtefragen mit den Erben von Arthur Conan Doyle, doch laut Produktionsleiter Kōji Takeuchi lag es eher daran, dass die italienische Seite bei den Lizenzverhandlungen zu langsam war und Telecom parallel mit der Produktion des Films „Little Nemo“ beschäftigt war.

Entstehung

Das brachliegende Projekt wurde erst durch das Magazin Animage von Tokuma Shoten gerettet, das die Serie mehrfach vorstellte und Vorführungen organisierte. Schließlich wurden zwei Folgen als Vorprogramm zu Miyazakis Kinofilm „Nausicaä aus dem Tal der Winde“ ausgewählt und liefen 1984 im Kino.

Besetzung

Da Miyazaki für die Fortsetzung nicht mehr zur Verfügung stand, übernahm Kyōsuke Mikuriya, der zuvor bei der zweiten Lupin-III-Fernsehserie als Regisseur mitgewirkt hatte, die Regie für die restlichen 20 Folgen.

Anspielungen

In einer Episode tritt der junge Kinnosuke Natsume auf, der später als Schriftsteller Natsume Sōseki berühmt wurde – er studierte tatsächlich um die Jahrhundertwende in England, was die Serie als Hommage aufgreift.

Entstehung

Dass die Charaktere als anthropomorphe Hunde dargestellt werden, geht auf eine ausdrückliche Forderung der italienischen Seite zurück. Miyazaki selbst stand dieser Entscheidung skeptisch gegenüber, da er sich mit Hundefiguren nicht identifizieren konnte, und wollte zumindest Mrs. Hudson als einzige menschliche Figur zeigen – ein Vorschlag, den die Italiener als zu unstimmig ablehnten.

Wissenswertes

Weil Arthur Conan Doyles Werke durch die japanische Kriegsverlängerungsregel (wegen des Zweiten Weltkriegs) 1984 urheberrechtlich noch nicht gemeinfrei waren, mussten in der Kinofassung mehrere Figurennamen geändert werden: Professor Moriarty wurde zu „Professor Moroach“, Mrs. Hudson zu „Mrs. Ellison“ und Inspector Lestrade zu „Inspector Lestrand“; auch Holmes nannte sich im Ton nachträglich „Sherbeck Holmes“.

Dreh

Da die Aufnahmen unter Miyazaki während dessen Arbeit an „Nausicaä“ entstanden, war er selbst zu beschäftigt, um die Tonaufnahmen zu betreuen; stattdessen führten Isao Takahata und Sunao Katabuchi bei den Sprachaufnahmen Regie.

Besetzung

Die Nebenfiguren Smiley und Todd wurden als Anime-Originalcharaktere entworfen und ihr Charakterdesign von Miyazaki nach Vorbildern echter Studiomitarbeiter gezeichnet: Smiley basiert auf Yoshifumi Kondō und Todd auf Kazuhide Tomonaga.

Musik

Um die Übersetzung für den italienischen Auftraggeber zu erleichtern, wurden die Originaldialoge der Serie bereits auf Englisch produziert.

Rezeption

Die Ausstrahlung im britischen Fernsehen war laut der Anime Encyclopedia ein großer Erfolg; die Serie wurde als „voll Charme, Witz und Energie“ beschrieben, und die deutsche Zeitschrift AnimaniA lobte die gelungene Mischung aus Situationskomik, Action und Spannung.

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