Hitler - Aufstieg des Bösen

2003 · 1 Staffel · Drama
7.1 Mäßig

Serie abgeschlossen

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Drama Krieg & Politik

Der als zweitteiliges TV-Movie produzierte Film beleuchtet den Aufstieg Adolf Hitlers vom gescheiterten Kunststudenten über den begabten Brauhaus-Demagogen bis hin zum deutschen Reichskanzler. Hauptaugenmerk liegt dabei auf den Jahren 1918 bis 1933, in denen Adolf Hitler anfangs durch politisch Konservative für ihre Zwecke "missbraucht" wurde und im weiteren Verlauf der Geschichte selbst vom "Marktschreier" zum politischen Führer aufgestiegen ist. Der um Seriosität bemühte, mit zwei Emmys prämierte 20-Mio.-Dollar-Film folgt Hitlers Weg bis zur „Machtergreifung“. Auf historische Akkuratesse wird dabei weniger Wert gelegt als auf ein treffendes Charakterbild.

Originaltitel
Hitler: The Rise of Evil
Herkunftsland
🇨🇦 Kanada
Jahr
2003
Erstellt von
Peter Sussman, John Ryan, Ed Gernon

Wissenswertes & hinter den Kulissen

/
Entstehung

Der Historiker Ian Kershaw, dessen Biografie Hitlers als Grundlage für die Adaption diente, war zunächst Berater des Projekts, zog sich dann aber zurück, da er fand, dass die Produktion historisch zu große Ungenauigkeiten in Bezug auf Hitlers Leben vornahm.

Rezeption

Der Executive Producer Ed Gernon wurde von Alliance Atlantis entlassen, nachdem er das Angstklima, das zum Aufstieg des Nationalsozialismus führte, mit dem Krieg gegen den Terrorismus, den US-Präsident George W. Bush erklärte, verglichen hatte.

Rezeption

CBS erklärte, dass Gernons persönliche Ansichten nicht von dem Sender geteilt würden, und die Kontroverse wurde durch einen Artikel der New York Post angeheizt, der die Aussage als Zeichen von Antiamerikanismus in Hollywood darstellte.

Rezeption

Die Miniserie erhielt sieben Emmy-Nominierungen und gewann zwei Preise für Production Design und Sound Editing, sowie eine Nominierung von Peter O'Toole als Bester Nebendarsteller.

Rezeption

Die Kritik war geteilt: Die New York Times lobte die Darstellungen von Peter O'Toole, Julianna Margulies und Liev Schreiber, kritisierte aber den Mangel an Spannung und Leidenschaft; das San Francisco Chronicle nannte Robert Carlyles Darstellung 'glänzend', während das deutsche Magazin Der Spiegel den Film als 'Seifenoper' und 'flaches Melodrama' einordnete.

Wissenswertes

Der Film enthält mehrere anerkannte historische Ungenauigkeiten, etwa die Szene, in der Hitler einen Hund in den Schützengräben mit der Peitsche schlägt, ein Vorfall ohne historische Grundlage, da er dafür bekannt war, Tiere zu mögen.

Wissenswertes

Die Szene von Geli Raubals Tod wird im Film in die Nacht der Wahl von 1930 verlegt, aber in Wirklichkeit starb sie mehr als ein Jahr nach diesem Ereignis.

Wissenswertes

Mehrere relevante Nazi-Figuren wie Heinrich Himmler, Reinhard Heydrich, Albert Speer und Dietrich Eckart kommen im Film nicht vor, während Ernst Hanfstaengl eine ungewöhnlich prominente Rolle für seine tatsächliche historische Bedeutung erhält.

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